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Diversifikation einfach erklärt

Zahlreiche Experten, Analysten und Finanzberater raten Anlegern dazu, ihre Investments zu diversifizieren. Die meisten Investoren wissen allerdings nicht genau, worum es sich eigentlich bei einer Diversifikation handelt. Vereinfacht dargestellt ist damit das Aufteilen des eigenen Kapitals auf mehrere unterschiedliche Anlageprodukte gemeint.

Was bedeutet der Begriff Diversifikation?

Wenn von der Diversifizierung oder Diversifikation gesprochen wird, dann steht dies nahezu immer im Zusammenhang mit einer Geld- oder Kapitalanlage. Die Diversifikation wird oftmals als Risikostreuung bezeichnet und beinhaltet, dass Anleger ihr zum Investment zur Verfügung stehendes Kapital auf mehrere Anlageprodukte aufteilen.

Ziel der Diversifikation ist das Reduzieren von Anlagerisiken, und zwar dadurch, dass das Gesamtrisiko auf mehrere Finanzprodukte und Anlageformen verteilt wird. Gibt es dann bei einem der Finanzprodukte eine negative Entwicklung, wirkt sich diese deutlich moderater auf das Gesamtportfolio aus, als wenn sich der Anleger nur für dieses eine Finanzprodukt entschieden hätte.

Unterschied zwischen horizontaler und vertikaler Diversifikation

Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, wie eine Diversifikation stattfinden kann. So existiert zum einen die horizontale und zum anderen die vertikale Diversifikation. Was ist damit gemeint? Von einer horizontalen Diversifikation wird gesprochen, wenn der Anleger sein Kapital zwar auf mehrere Finanzprodukte verteilt, diese jedoch der gleichen Risikoklasse angehören. Eine klassische, horizontale Diversifikation wäre demzufolge, wenn der Anleger sein Kapital von beispielsweise 20.000 Euro auf vier unterschiedliche Aktientitel zu jeweils 5.000 Euro aufteilt.

Die vertikale Diversifikation beinhaltet stattdessen, dass das Kapital auf Finanzprodukte verteilt wird, die aus mindestens zwei bis drei unterschiedlichen Anlageklassen stammen. In diesem Fall könnte die Portfolio-Struktur zum Beispiel wie folgt aussehen:

  • 10.000 € Staatsanleihen
  • 10.000 € Festgeld
  • 10.000 € Aktien
  • 10.000 € Immobilienfonds
  • 10.000 € Zertifikate

In dem Fall hat der Anleger sein Kapital von insgesamt 50.000 Euro in Finanzprodukte aufgeteilt, die aus mindestens drei unterschiedlichen Risikoklassen stammen. In der Praxis hat sich die vertikale Diversifikation meistens als effektiver erwiesen.

Wie genau verringert sich das Risiko durch die Diversifikation?

Was theoretisch einleuchtend klingt, muss in der Praxis nicht immer zwangsläufig funktionieren. Bei der Diversifikation ist dies anders, denn es lässt sich relativ einfach an einem Beispiel verdeutlichen, dass das Verteilen des Anlagekapitals auf mehrere Finanzprodukte und im Idealfall mehrere Anlageklassen tatsächlich dazu führt, dass Anleger das Risiko von größeren Verlusten verringern können. Zur Veranschaulichung wird angenommen, dass der Anleger A sein Geld ausschließlich in einen Aktienwert investiert, während sich der Anleger B mit der gleichen Anlagesumme für fünf unterschiedliche Aktien Titel entscheidet. Wie sich nun ein Verlust der Aktie A auf die zwei Portfolios auswirken würde, zeigt die folgende Gegenüberstellung:

Portfolio A

Aktie A: 50.000 €

Portfolio B

Aktie A: 10.000 €

Aktie B: 10.000 €

Aktie C: 10.000 €

Aktie B: 10.000 €

Aktie B: 10.000 €

Angenommen, bei der Aktie A gibt es einen Kursverlust von 30 Prozent innerhalb weniger Wochen, so würde dies im Portfolio A zu einem Gesamtverlust von eben diesen 30 Prozent und somit 15.000 Euro führen.

Beim Portfolio B wäre der Gesamtverlust hingegen deutlich geringer, weil die Aktie A nur ein Fünftel des gesamten Portfolios ausmacht. Daraus resultiert, dass der Gesamtverlust nicht bei 30, sondern lediglich bei sechs Prozent, demnach 3.000 Euro, liegt. Durch diese Gegenüberstellung wird eindrucksvoll bewiesen, dass das Verteilen des Kapitals auf mehrere Anlageprodukte und Assetklassen, eben die Diversifikation, wirksam ist.

Ertragsoptimierung als weiterer Vorteil

Die wesentliche Aufgabe der Diversifikation besteht in der zuvor geschilderten Risikominimierung. Ein weiterer Effekt ist, dass Erträge optimiert werden können. Dies liegt daran, dass sich viele Anleger ohne eine Diversifikation häufig dafür entscheiden, ihr Kapital tendenziell eher sehr sicher, damit aber unrentabel, anzulegen.

Verteilt der Anleger sein Geld hingegen auf mehrere Finanzprodukte, kann er zwar nach wie vor einen größeren Teil des Kapitals sehr sicher und damit renditeschwach anlegen, aber einen anderen Teil mit einem etwas höheren Risiko, dafür jedoch einer (deutlich) besseren Rendite investieren. Dies führt in der Mischkalkulation dafür, dass der Gesamtbetrag des Portfolios normalerweise höher als ohne Diversifikation sein dürfte.

Investmentfonds mit automatischer Diversifikation

Wer sich als Anleger nicht die Mühe machen möchte oder nicht die Zeit hat, sich selbst um die Diversifikation seines Kapitals zu kümmern, für den sind insbesondere Investmentfonds bestens geeignet. Ein Aktienfonds zum Beispiel investiert das Geld seiner Kunden ohnehin in eine Reihe unterschiedlicher Aktien und nimmt somit automatisch eine Diversifikation vor. Gleiches gilt für die etwas spezielleren Exchange Traded Funds (ETFs). Auch dort wird das Kapital des Anlegers und somit das Vermögen des Fonds auf eine Reihe unterschiedlicher Finanzprodukte verteilt.

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