Finetrading

Finetrading wird als ein Instrument bezeichnet, welches zur Vorfinanzierung der Betriebseinkäufe dient. Die Deutsche Finetrading AG ist einer der Investoren, der Finetrading finanziert. Finetrading bietet Vorteile für den Kapitalnehmer:

  • Das Kapital ist individuell einzusetzen,
  • auch in Entwicklungsländern kann das Finetrading genutzt werden,
  • bessere Konditionen gegenüber Lieferanten, wenn Unternehmen die Forderungen zeitnah begleichen können und somit über günstigere Verhandlungsstrategien verfügen.

Importfinanzierungen werden via Finetrading abgewickelt. Vorteile sind:

  • Zahlungsziele können angepasst werden,
  • Liquidität bleibt bestehen oder steigert sich,
  • Risiken werden reduziert,
  • Inanspruchnahme bei Projektfinanzierung.

Wenn der Betrieb eine Sonderaktion oder ein Sonderprojekt startet, übernimmt die Finetrading Gesellschaft die Bezahlung für die notwendigen Waren.Exportgeschäfte minimieren die Risiken dahingehend, dass die Forderungen der Unternehmen vom Finetrading an die ausländischen Geschäftspartner zeitnah beglichen werden. Der Exporthandel wird dadurch erheblich vereinfacht. Im nationalen Handelsgeschäft ist der Lieferant an schnellem Ausgleich seiner Forderungen interessiert. Der Kunde wiederum wünscht ein längeres Zahlungsziel. Die Deutsche Finetrading AG vermittelt sozusagen zwischen beiden. Die Rechnungen an den Lieferanten werden prompt beglichen, der Kunde kann von den Vorteilen der schnellen Bezahlung profitieren. Die Finetrading selbst bietet für ihre eigenen Forderungen 120 Tage Zahlungsziel an, wenn Investitionsgüter zur Debatte stehen, ist das Zahlungsziel sogar bis zu 12 Monaten. Die Geschäftspartner können sich nun auf wichtige Ziele konzentrieren.

Warum Finetrading

Händler und Hersteller haben die gleichen Probleme, zum richtigen Zeitpunkt liquide zu sein. Die optimale Lösung heißt Finetrading. Der Finetrader sorgt für die fristgerechte Bezahlung der Rechnungen beim Hersteller. In vielen Fällen kann mit Skonto kalkuliert werden. Finetradig ist die Verbindung Lieferant und Abnehmer.

Beispiel aus der Praxis

Der Betrieb benötigt Produkte, entweder zur Herstellung oder zum Weiterverkauf. Das notwendige Kapital fehlt zur Realisierung dieser Aktion. Der Betrieb wendet sich an einen Finetrader. Die Bonität des Betriebes wird überprüft, der Finetrader kauft für den Unternehmer die benötigten Erzeugnisse. Nachdem der Betrag beglichen ist, ist der Betrieb im Besitz der notwendigen Waren. Zwischen Auftraggeber und Finetrader existiert selbstverständlich ein entsprechender Vertrag. Die benötigten Waren müssen nach dieser Aktion beim Finetrader bezahlt werden, hierfür sind in der Regel 120 Tage Zeit. Finetrader haben nichts mit Banken zu tun, sondern es handelt sich um Unternehmen, die auf Finetrading spezialisiert sind. Der Unternehmer kann besser für die Zukunft planen.

Wie wird Finetrading eingesetzt

Es gibt verschiedene Gründe, ein Finetrading Unternehmen zu beauftragen:

  • Das Unternehmen benötigt mehr Ware, meist saisonbedingt,
  • bessere Zahlungskonditionen treten in Kraft, wenn die Zahlung zeitnah nach Rechnungsstellung erfolgt,
  • Erzeugnisse, die schwankenden Preisen ausgesetzt sind, wie beispielsweise Heizöl, oder Kraftstoff, können eingekauft werden, wenn Tiefstpreise offeriert sind,
  • der Betrieb möchte einfach seine Liquidität stärken, benötigt jedoch dringend Waren zum Weiterverkauf,
  • lange Zahlungsziele beim Finetrading geben finanziellen Freiraum für andere Anschaffungen.

Nicht jedes Unternehmen kann mit Finetrading arbeiten. Ab 100.000 Euro steht der Einsatz von Finetrading zur Debatte. Der Abnehmer muss Gebühren an den Finetrader zahlen, welche sich nach der Höhe des investierten Kapitals richten.

Vor- und Nachteile Finetrading

Finetrading verfügt über einen erwähnenswerten Nutzeffekt; Nachteile sind jedoch auch aufzuzählen:

Vorteile

  • Banken haben nichts mit Finetrading zu tun,
  • die Finanzierung wird ohne herkömmliche Sicherheiten ermöglicht,
  • flexibler als Kreditvergabe, da jeder Einkauf gesondert verhandelt wird.
  • Das Finetrading Unternehmen handelt die besten Konditionen mit den Lieferanten aus und sorgt für weitere Vorteile des Betriebes.

Nachteile

  • Die Begleichung des in Anspruch genommenen Finetradings hängt vom Umsatz der gekauften Produkte ab,
  • erst ab einem bestimmten Umsatzvolumen kann Finetrading in Aktion treten,
  • Kleinunternehmen haben daher keinen Nutzen vom Finetrading.

Drei gängige Finanzierungsmodelle sind typisch für den Einsatz von Finetrading:

  • Einkaufsfinanzierung,
  • Finanzierung des Lagerbestands,
  • Projektfinanzierung.

Kriterien, zu berücksichtigen bei der Wahl des Finetradings

Die gewährten Rückzahlungszeiträume in Verbindung mit den Mindestbeträgen sind für den Kapitalnehmer zu überprüfen. Entsprechende Vergleichsportale führen dem Abnehmer von Finetrading die entsprechenden Anbieter auf, sodass die Entscheidung leichter fällt.