Gewerbe­immobilien-Finanzierung

Unabhängig davon, ob für den Kauf oder den Bau einer neuen Gewerbe­immobilie, ob für Modern­isierungen oder für Erweiter­ungen, die Inves­tition in eine Gewerbe­immobilie erfordert in aller Regel große finanzielle Mittel von Ihnen als Unter­nehmer.

Da eine solche Inves­tition nur in seltenen Fällen voll­ständig aus Eigen­mitteln darstellbar ist, ist die Nachfrage nach Gewerbe­immobilien-Finan­zierungen insgesamt sehr hoch. Bei der Suche nach der für Ihr Unter­nehmen passenden Fi­nan­zie­rung sollten Sie sich im Vor­feld ein genaues Bild über Ihre Vor­stel­lungen machen. So sind im Rahmen von Gewerbe­immobilien-Finanzierungen unterschiedliche Tilgungs­modalitäten und Zins­bindungs­arten möglich.

Tilgungsmöglichkeiten einer Immobilien Finanzierung

Gewerbeimmobilien-Finanzierungen können sehr unterschiedliche Tilgungsmodalitäten aufweisen. Der Zeitpunkt und die jeweilige Höhe einer Tilgung ist neben der Laufzeit und dem Volumen der Finanzierung in erster Linie davon abhängig, welche Darlehensart abgeschlossen wird. Ein endfälliges Darlehen, bei dem die Tilgung als einmalige Zahlung zum Ende des Kredites stattfindet ist bei den hohen Kreditvolumina einer Immobilienfinanzierung tendenziell eher unüblich. Die deutlich häufiger genutzten Alternativen sind das Ratendarlehen und das Annuitätendarlehen. Diese stellen wir Ihnen in ihren Grundzügen hier vor. Zur Veranschaulichung zeigen die Info-Grafiken dabei die jeweils notwendigen Zahlungen eines Beispielkredites in Höhe von 1.000.000€ über 20 Jahre zu einem Zinssatz von 3 %.

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Mögliche Darlehensarten

Ratendarlehen

Schließen Sie ein Ratendarlehen ab, verringern sich die zu leistenden Zahlungen mit jeder Rate. Dabei bleibt die Tilgungsrate zwar konstant, aber die zu entrichtenden Zinsen sinken aufgrund der durch die Tilgungen sinkenden Restschuld des Darlehens.

Annuitätendarlehen

Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Höhe der zu zahlenden Rate über den gesamten Zeitraum der Laufzeit gleich, sofern separat eine Zinsbindung über ebenjenen Zeitraum vereinbart wurde. Der Anteil der Zinsen wird im Zeitverlauf geringer, während der Tilgungsanteil steigt.

Sondertilgungen

Zusätzlich zu den Regel-Tilgungen der jeweiligen Vertragsart können Sie mit Ihrer Partnerbank die Möglichkeit von Sondertilgungen vertraglich vereinbaren. Dabei gilt es insbesondere zu erörtern, wann und wie oft Sondertilgungen genutzt werden können.

Sehen Sie grundsätzlich eine realistische Chance, Sondertilgungen zu tätigen, bieten diese eine attraktive Möglichkeit, Ihre zukünftige Zinslast zu reduzieren und die Kreditschulden schneller abzubauen. Sollten Sie Ihre Möglichkeiten für Sondertilgungen eher gering einschätzen, kann es vorteilhaft sein, auf Sondertilgungen schon im Vorhinein zu verzichten, da Banken dieses Recht i.d.R. nicht kostenlos gewähren.

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Sollte eine feste Zinsbindung vereinbart werden?

Bezüglich der Zinsbindung Ihrer Gewerbeimmobilien-Finanzierung gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Eine variable oder eine feste Zinsbindung. Bei einer variablen Zinsbindung wird der Zins an einen Referenzzinssatz (z. B. EURIBOR) gekoppelt und turnusmäßig angepasst. Bei einer festen Zinsbindung hingegen sichert man sich den beim Vertragsabschluss vereinbarten Zinssatz für einen längeren, vereinbarten Zeitraum. Standardmäßig wird von Banken in der Regel die feste Zinsbindung über einen bestimmten Zeitraum angeboten. Am Ende dieser vereinbarten Zinsbindungsphase wandelt sich der feste in einen variablen Zinssatz oder ein neuer Festzinssatz wird vereinbart. Dabei stellt sich die Frage: Sollte eine feste Zinsfestschreibung erfolgen? Und wenn ja, für wie lange?

Eine feste Zinsbindung mit einer längeren Frist ist insbesondere in Niedrigzinsphasen mit Vorteilen für den Kreditnehmer verbunden. So sichert man sich als Unternehmen für die Zinsbindungsphase das attraktive Zinsniveau, auch wenn die Marktzinsen in der Zwischenzeit steigen. Erwartet man hingegen, dass die Marktzinsen noch weiter fallen werden oder möchte man sich kurzfristige Kündigungsmöglichkeiten bewahren, kann eine variable Zinsbindungsart bzw. eine kurze Zinsbindungsfrist von Vorteil für das Unternehmen sein. Welche Variante dabei letztlich die günstigere und attraktivere ist, ist im Voraus nur schwer zu abzusehen, da die Zinsentwicklung über den langen Zeitraum einer Gewerbeimmobilien-Finanzierung von vielen Faktoren abhängt und nicht voraussehbar ist.

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