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Das kann man leasen? 5 überraschende Objekte

Ob Dienstwagen, IT-Zubehör oder Zahn­arzt­stuhl – im Unter­nehmens­alltag ist Leasing als Finan­zierungs­form Standard. Dies führt da­zu, dass immer unter­schiedlichere Ob­jekte ge­least werden. Wir zeigen Ihnen 5 überraschende Dinge, die Sie leasen können.

Das geht mit Leasing

Für Unternehmen ist Leasing ein gebräuchliches Finanzierungsinstrument, das in vielen Fällen lukrative Vorteile bietet. Deutschland ist zusammen mit Großbritannien an oberster Stelle bei Neuinvestitionen in dieser Finanzierungsmethode innerhalb der EU. Durch Leasing wurden 2017 insgesamt 67 Milliarden Euro umgesetzt. Dies hat vor allem im Mittelstand eine hohe Relevanz: Von 1,8 Millionen geleasten Wirtschaftsgütern gehen 85 Prozent an mittelständische Kunden – Tendenz steigend.
Da die Möglichkeiten bei den Anschaffungen in diesem Bereich immer weiter gefasst sind, findet sich heutzutage auch so manches unglaubliche „Objekt“ unter den Beispielen.

Unsere Top 5 an Leasingobjekten:

1. Nutztiere in der Landwirtschaft

An Schweine, Hühner oder Kühe denkt man bei Leasing mit Sicherheit nicht als erstes – doch in der Landwirtschaft wird dies immer häufiger genutzt. Um als Landwirt ein florierendes Unternehmen aufrecht zu halten, sind stetig neue Anschaffungen notwendig. Neben Maschinen und Fahrzeugen müssen auch Tiere angekauft werden. Da ein Tier rechtlich gesehen eine Sache ist, lassen sich einige Arten auch leasen. Dies schafft für Landwirte eine praktische Möglichkeit, ihren Betrieb kosteneffizient zu erweitern und den Tierbestand aufzufrischen. Für eine Milchkuh beispielsweise zahlt ein Landwirt im Schnitt bis zu 1.800 Euro. Für einen profitablen Betrieb sind meist mehr als 100 Milchkühe – bei Großbetrieben auch gerne mehrere Hundert Tiere – nötig. Nutztiere amortisieren sich erst ab einem längeren Zeitraum.

Dadurch entstehenden Landwirten oftmals hohe Kreditschulden oder sie müssen die Finanzierung mit Eigenkapital stemmen. Durch die Option, Tiere zu leasen, werden Landwirte finanziell flexibler, schonen ihre Liquiditätsreserven und haben überschaubare Raten. Beim Leasing von Nutztieren gibt es wie gewohnt eine Rate und eine Nutzungsdauer. Maximal kann man Nutztiere über drei Jahre leasen. Nach dieser Zeit gibt es die Option, die Tiere zum gegenwärtigen Marktpreis zu übernehmen. Dieser wird in der Regel am Schlachtpreis bemessen. Oft stellt sich beim Nutztierleasing die Frage: „Wer haftet, wenn das Tier erkrankt oder stirbt?“ In erster Linie ist der Landwirt für die Gesundheit des Tieres verantwortlich. Sollte es erkranken, muss der Leasingnehmer die Kosten für den Tierarzt übernehmen. Sollte das Tier sterben, bekommt die Leasinggesellschaft als Eigentümer eine Schadensersatzleistung von der Versicherung.

2. Der mobile Hühnerstall

Bleiben wir in der Landwirtschaft: Nutztiere sind in dieser Branche nicht das einzige ungewöhnliche Leasingobjekt. Passend zum geleasten Huhn gibt es auch einen mobilen Hühnerstall zu leasen. Die Höhe der Leasingrate hängt dabei, wie bei anderen Leasingobjekten, von der Gestaltung des Stalls ab: Größe und Umfang der Ausstattung, z B. mit einer Klimaanlage, lassen den Preis des Stalls von 30.000 Euro bis zu 150.000 Euro variieren. Vorteile bringt ein mobiler Hühnerstall so einige. Beispielsweise wird durch das Wechseln des Standortes das Risiko vermindert, dass die Hühner von Parasiten befallen werden. Durch die Mobilität besteht auch die Möglichkeit, immer an Weiden zu fahren, welche besonders grün und nahrhaft für die Tiere sind.

 

Im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen viele unter dem Begriff „Leasing“ eine Finanzierungsform, bei der am Ende ein automatischer Eigentumsübergang am Ende Laufzeit stattfindet. Dies ist beispielsweise beim Mietkauf der Fall. Beim Leasing dagegen wird am Ende der Laufzeit ein Kaufpreis bestimmt, der deutlich vom kalkulierten Restwert abweichen kann.“

COMPEON-Leasingexpertin Carina Switay

 

3. Kostspielige Medizintechnik

Ob Röntgengerät, Computertomograph oder andere Diagnosegeräte – in der Medizin gilt ein Gerät spätestens als alt, wenn es mehr als 10 Jahre im Gebrauch ist. Immer wenn etwas regelmäßig ausgetauscht werden muss bietet, sich Leasing besonders an. Der finanzielle Einsatz, den Ärzte dabei erbringen müssen ist dabei entsprechend hoch. Der Preis eines Magnetresonanztomographen (MRT) liegt bei etwa 750.000 Euro. Für Spitzenmodelle zahlen Ärzte schon mal bis zu drei Millionen. Durch Leasingfinanzierung bietet sich die Möglichkeit, sowohl hochwertige Produkte für die Arbeit kosteneffizient zu erhalten, als auch Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen, die bei einer eventuellen Reparatur nötig sind.
Auch die Ausstattung von Krankenhäusern, wie beispielsweise Betten, eignet sich durch die Charakteristiken gut für diese flexible Finanzierungsmethode, da diese so stetig in aktuellem Zustand gehalten werden können. Wenn man sich vorstellt, dass die Uniklinik in Düsseldorf rund 1.175 Betten zählt und pro Bett Anschaffungskosten in Höhe von rund 1.500 Euro notwendig sind, wird klar, wie umfassend so ein Investment beim Kauf für Krankenhäuser ist.

Leasing für Ärzte und Mediziner: Jetzt beraten lassen

4. Pagode, MG und Co.

Die meisten Unternehmer richten ihren Fuhrpark an klaren Vorgaben aus. Die Priorität liegt einerseits auf zuverlässigen Fortbewegungsmitteln oder Arbeitsfahrzeugen und andererseits oft auf bekannten deutschen Limousinen, die eine gewisse Außendarstellung vermitteln – immerhin gilt der Firmenwagen immer noch als Statussymbol.
Old- oder Youngtimer zu leasen scheint auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich. Viele Unternehmen setzen aber bereits auf Repräsentativität mit Modellen wie BMW 7er, S-Klasse und Audi A8: Wer demnach etwas wirklich Extravagantes sucht, sollte über einen Oldtimer als Firmenwagen nachdenken, die Vorteile sind äußerst lukrativ: Leasingrate und gegebenenfalls Sonderzahlungen sind steuerlich abzugsfähig. Mittels der 1%-Methode wird nicht der Kaufpreis für die Versteuerung der privaten Nutzung herangezogen, sondern der üblicherweise deutlich geringere historische Listenpreis.

5. Das Firmenflugzeug

Dass Unternehmen ihren Fuhrpark durch attraktive Leasingangebote erweitern, ist ganz normal. Wenn ein wichtiges Geschäftsmeeting aber doch etwas weiter entfernt stattfindet, kann es schon mal eine gute Idee sein, ein etwas flexibleres Fortbewegungsmittel in Betracht zu ziehen.
Flugzeugleasing ist vor allem bei Fluggesellschaften normal und bringt beispielsweise den Vorteil, dass die Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden können. Beim Flugzeugleasing verhält es sich recht ähnlich wie beim Mieten einer Immobilie. Es wird zwischen dem sogenannten Dry-Lease und dem Wet-Lease unterschieden. Ein Dry-Lease ist vergleichbar mit der Kaltmiete: Man erhält in dem Fall ein Flugzeug, ohne Personal, Wartung und Versicherung. Beim Wet-Lease bekommt man den Full-Service. Das Flugzeug, eine Cockpit-Crew, Kabinenpersonal, Wartung und Versicherung sind als Leistungen im Leasingvertrag inbegriffen.

Was least man normalerweise?

Laut aktuellen Zahlen von KfW Research entfällt der Großteil des Leasings auf Fahrzeuge: 2017 waren dies ganze 77 Prozent. Aber auch Maschinenleasing (8 Prozent) und IT-Leasing (6 Prozent) werden zur Finanzierung genutzt. Elektro-, Nachrichten- und Medizintechnik kommen ebenfalls auf 6 Prozent.

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Wer entscheidet, was ein Unternehmen leasen kann?

Grundsätzlich ist jeder Gegenstand mit Leasing finanzierbar. Allerdings entscheiden Leasingunternehmen natürlich selbst, was sie in ihr Portfolio aufnehmen wollen – allerdings lohnt sich eine Anfrage immer, auch bei vermeintlich ungewöhnlichen Objekten.

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