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Droht dem Mittelstand eine Finanzierungslücke?

Aktuell fehlt dem Mittel­stand laut einer Studie von Euler Hermes ein Betrag von 400 Milliarden Euro für an­stehende Investitionen in die Unter­nehmen: Gerade jetzt sind diese Mittel aller­dings zwingend not­wendig, um auf die bereits leicht schwächelnde Kon­junktur zu rea­gieren.

Finanzierungsluecke

Viele Mittel­ständler haben trotz lockerer Zins­politik der­zeit ein Problem, Mittel für dringende Investitionen zu erhalten. Doch genau jetzt, zu einem Zeit­punkt langsam ab­schwächender Konjunktur ist es wichtig, nötige Inves­titionen zu tätigen, um einer­seits auf aktuelle Markt­ver­änderungen und Bremsen in der weltweiten Wirtschafts­politik (wie Handels- und Zoll­streitig­keiten) reagieren zu können und anderer­seits mit der fort­schreitenden Digi­talisierung und Techno­logisierung Schritt halten zu halten.

Das Problem auf Banken­seite: Anstieg der Mindest-Kapital­anforderungen

Basel III und Basel IV: Auch wenn die meisten Unter­nehmer mit diesen Be­zeichnungen in der Regel wenig an­fangen können, be­treffen sie den deutschen Mittel­stand erheblich. Da­runter ver­steht man Regulierungs­vor­schriften für Banken. Darin ent­halten ist ein Anstieg der Mindest-Kapital­anforderungen auf Banken­seite von 8 auf 10,5 Pro­zent. Diese Regelung wurde ein­geführt, um Schwächen der bis­herigen Banken­regulierung, die durch die Finanz­krise 2007 offen­sichtlich wurden, zu beseitigen. Die konkrete Folge ist in erster Linie ein An­stieg der Kredit­kosten – vor allem für kleine und mittel­ständische Unter­nehmen mit sowieso bereits ge­schwächter Kredit­würdig­keit.

Banken reichen Kosten weiter – im besten Fall

Diese steigenden Kosten er­schweren es kleinen Unter­nehmen noch­mals, die nötigen Mittel für Investitionen zu er­halten, um die ohne­hin schon klaffende Finanzierungs­lücke zu schlie­ßen. Im besten Fall steigen für Unter­nehmen „nur“ die Kredit­kosten – laut unter­schied­lichen Ex­perten bis zu 1 Pro­zent. Im schlimmsten Fall wird die gesamte Kredit­vergabe restriktiver und ein­ge­schränkt.

Wie sollten Unternehmer reagieren?

Leider gibt es keine Patent­lösung, wie Unter­nehmer auf diese 400-Milliarden-Finan­zierungs­lücke rea­gieren sollten. Der Teufel liegt – wie so oft – im Detail: Um als kleines oder mittel­ständisches Unter­nehmen trotz­dem eine Finanzierung für not­wendige Investitionen zu er­halten, sollten immer direkt mehrere Wege genutzt werden. Einmal sollte niemals auf nur ein (Finanzierungs-) Pferd ge­setzt werden. Sprich: Unter­nehmen in einer drängenden Situation sollten direkt mehrere An­bieter (digital) an­sprechen. So erhöht sich die Wahrschein­lich­keit einer Zu­sage und im besten Fall ergibt sich eine Vergleichs­situation. Aber auch An­bieter abseits des klassischen Unternehmens­kredits sollten un­bedingt in Betracht ge­zogen werden:

 

» Die Abhängig­keit des deutschen Mittel­stands von Bankkrediten ist hoch. Alternative Finanzierungs­formen sind eine Option, dieses Ver­hältnis zu korrigieren. Der Markt bietet hier viele bedenkens­werte Optionen – für große Unter­nehmen, aber auch für kleine Betriebe. «

Dr. Nico Peters, Geschäfts­führer der Finanzierungs­platt­form COMPEON

 

Zur Finanzierung von Neu­an­schaffungen im Betrieb bieten sich Leasing oder Miet­kauf an, aber auch Waren­einkaufs­finanzierungen können einem kleinen Unter­nehmen in einer prekären Situation Luft ver­schaffen. Hier ist Offen­heit und gute Beratung gefragt.

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