COMPEON-News

Sockelfinanzierung: Mehr Sicherheit, weniger Kosten

Die Nutzung des Konto­korrent­kredits oder anderer kurz­fristiger Finanzierungen gehört zum Alltag vieler Mittel­ständler. Dabei wäre eine Entlastung teurer kurz­fristiger Kredite durch eine Sockel­finanzierung meist die günstigere Wahl.

Wenn der kurz­fristige zum lang­fristigen Kredit wird

Der Konto­korrent­kredit ist als kurz­fristige Finanzierung im Ausnahme­fall – ja, eigentlich im Not­fall – ge­dacht. Die Zins­sätze liegen in der Regel zwischen 6 und 12 Pro­zent. In Zeiten einer Niedrig­zins­phase für mittel- bis lang­fristige Finanzierungen ist es über­raschend, dass die Nutzung des Konto­korrent­kredits immer noch zum Standard vieler Unter­nehmen gehört. Die kurz­fristige Lösung wird durch die dauer­hafte Nutzung zur lang­fristigen und so oft sehr teuren Lösung.

Optimierung des Working Capitals: Sockel­finanzierung als Entlastung

Eine Sockelfinanzierung, die dauerhaft über den Konto­korrent­kredit genutzte Mittel abfedert (einen Sockel bildet), ist hier eine mögliche Ent­lastung. Doch kaum ein Unter­nehmen optimiert das eigene Working Capital durch eine Sockel­finanzierung. Warum ist das so?

Der Hinter­grund ist häufig eine zu kurzfristige Planung im Betrieb im Bezug auf laufende Kosten. Der Kontokorrentkredit wird nicht als kurze Lösung verstanden, sondern als regel­mäßiges Instrument (gar dauerhaft) genutzt. Die Kosten werden in Kauf genommen, ohne dass in Betracht ge­zogen wird, dass eine Sockel­finanzierung womöglich hohe Kosten einsparen kann. Hinzu kommt, dass sich viele Unter­nehmer scheuen, einen zusätzlichen Firmenkredit wie einen Betriebs­mittel­kredit auf­zu­nehmen. Der Konto­korrent­kredit wird dagegen nicht als klassische Finanzierung ver­standen – auch wenn er natür­lich nichts anderes ist, nur zu höheren Zins­sätzen.

Es ist in jedem Fall empfehlens­wert, im Zusammen­hang mit einer möglichen Sockel­finanzierung, auch abseits der Haus­bank Informationen ein­zu­holen. Wie die COMPEON-Studie Mittelstands­finanzierung 2019 zeigt, nutzen immer noch nur etwa 48 Prozent der mittel­ständischen Unter­nehmen lediglich eine einzige Bank­verbindung. Wer mehr Finanz­anbieter in einen Ver­gleich einbezieht, bekommt einen umfassenden Über­blick und kann so die günstigste Variante aus­wählen.

Am Beispiel schnell erklärt: Wie genau funktioniert eine Sockelfinanzierung?

Um zu verdeutlichen, wie mit einer Sockel­finanzierung Einspar­potenziale gehoben werden können, wollen wir ein Bei­spiel nutzen:

Unternehmen A nutzt regelmäßig den Konto­korrent­kredit zum Kauf von Roh­stoffen und Material, um am Ende des Monats Teile der Belegschafts­gehälter zu zahlen oder um unvor­her­gesehene Reparaturen oder Instand­haltungs­maßnahmen durchzuführen. Die Konto­korrent­linie liegt bei 500.000 Euro. Dem Unter­nehmen geht es gut und der Konto­korrent­kredit wird nicht über­strapaziert, aber doch in gewissem Maß dauer­haft genutzt. Da der Zins­satz des Konto­korrents aber im Ver­gleich zu anderen Unter­nehmen mit 5,8 Pro­zent recht niedrig ist, macht sich niemand Ge­danken und nimmt die Kosten in Kauf.

Die Belastung des Konto­korrent­kredits lag im letzten Jahr nie unterhalb von 125.000 Euro. Als Bei­spiel berechnen wir lediglich die Kosten, die diese lang­fristige Nutzung erzeugt.

    Errechnung der sicheren dauer­haften Kosten ohne Sockel­finanzierung:

  • Summe des genutzten Konto­korrent­kredits: 125.000 Euro

  • Zinssatz: 5,8 Prozent

  • Dauer der Überziehung: 365 Tage

  • Kosten: 7.250 Euro

Firmenkredit als Sockelfinanzierung anfragen

Allein diese planbaren Kosten der lang­fristigen Nutzung des Konto­korrent­kredits belaufen sich für Unter­nehmen A auf 7.250 Euro. Mit einem langfristigen Betriebs­mittel­kredit lassen sich diese Kosten deut­lich reduzieren.

Unternehmen A fragt diese langfristige Betriebsmittelfinanzierung in Höhe von 125.000 Euro als Sockel­finanzierung ohne vor­ge­gebenen Verwendungs­zweck online an und erhält An­ge­bote zu Zins­sätzen von 2,45 Prozent, 2,99 Prozent und 3,5 Prozent – allesamt unter­halb des Konto­korrent­kredits.

Finanzierungs­beispiel inklusive Sockel­finanzierung zu einem günstigeren Zins­satz

Das Unternehmen entscheidet sich für das Angebot mit dem günstigsten Zins­satz. Die Kosten des Sockels belaufen sich auf 3.062,50 Euro – nur durch diese Um­schichtung auf einen Sockel­kredit spart das Unter­nehmen über 4.000 Euro pro Jahr ein. Ist die Summe höher, ist das Einspar­potenzial ent­sprechend größer.

Alternativen: Langfristige Betriebs­mittel­kredite

Durch die derzeit günstigen Finanzierungs­bedingungen, die unter anderem dem niedrigen Leit­zins der EZB ge­schuldet sind, sind vor allem lang­fristige Kredite sogar noch zu teilweise besseren Konditionen er­hältlich als in unserem Bei­spiel an­gedeutet. So lässt sich mit einer Sockel­finanzierung über einen Betriebsmittel­kredit ohne fixen Ver­wendungs­zweck jedes Jahr sparen – ohne Einfluss auf die betrieblichen Ab­läufe.

Jetzt checken lassen: Kann mein Betrieb mit einer Sockelfinanzierung sparen?

Kann auch Ihr Unter­nehmen mit einer Sockel­finanzierung sparen? Lassen Sie sich jetzt von banken-unabhängigen Working-Capital-Experten un­ver­bindlich beraten. Wir prüfen, ob Sie Ihre Finanzierungs­kosten reduzieren und von einer Sockel­finanzierung oder auch einem günstigeren Konto­korrent­kredit pro­fi­tieren.

Nehmen Sie direkt Kontakt auf, stellen eine Anfrage und sichern sich den Check für Ihr Unter­nehmen:




COMPEON Entry