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7 Maßnahmen: So verbessern Sie als Unternehmen aktiv Ihr Rating

Die Bonität entscheidet mit darüber, ob ein Unternehmen eine Finanzierung erhält oder nicht. Mit diesen 7 Maßnahmen können Sie Ihr Unternehmensrating verbessern und verbessern Ihre Chance auf eine günstige Finanzierung.

Unternehmen mit schlechten Bonitäts­kenn­zahlen haben häufig Probleme bei der Finan­zierung von nötigen Investi­tionen: Sie er­halten Ab­sagen von Banken oder müssen schlechte Konditionen wie hohe Zinsen, kurze Lauf­zeiten oder unnötig viele Sicher­heiten in Kauf nehmen. Viele Mittel­ständler wissen dabei gar nicht, dass sie das eigene Scoring – also den Wert, der die Bonität für Banken bewert­bar macht – selbst­ständig beein­flussen und ver­bessern können.

Im folgenden Beitrag nennen wir Ihnen 7 Maß­nahmen, wie Sie Ihre Unter­nehmens­bonität stärken können:

1. Den eigenen Score überwachen

Jeder Unternehmer sollte die Bewertung der eigenen Bonität nicht nur kennen, sondern gezielt im Auge be­halten. Dabei können Ent­­wicklungen abge­­lesen und zeit­nah darauf reagiert werden.

Wer den Unternehmens­score erst erfasst, wenn eine Finan­zierung not­wendig wird, verliert womöglich wert­volle Zeit und mit schlechteren Konditionen auch eine Menge Geld. Es empfiehlt sich, die eigene Bonität einmal im Quartal zu prüfen.

 

»Als Unternehmen sollte man die eigene Bonität nie aus dem Blick verlieren und aktiv an ihr arbeiten. Sie kann über den Fort­bestand des Unter­nehmens ent­scheiden.«

Ludolf Ebner, CEO von BankenScore.de, einer Online­plattform, mit der Unter­nehmer ihre Bonität prüfen und optimieren können.

 

2. Falsche Angaben korrigieren

Häufig schlägt das Scoring bei Auskunfteien bereits durch fehler­hafte Angaben in eine negative Richtung aus. Eine falsch einge­­tragene Branche oder sogar Geschäfts­­adresse haben Einfluss auf den Unternehmens­score. Dabei ist die Lösung dieses Problems simpel: Sucht man Dialog zu den Auskunfteien, können falsche Anga­ben korrigiert werden.

Und auch negative Zahlen in der Betriebswirtschaftlichen Auswertung können durch Erklärungen unter Umständen zumindest teilweise ausgemerzt werden, um den Einfluss auf den Score zu mindern.

3. Rechnungsfristen einhalten

Auskunfteien speichern Negativ­merkmale bis zu vier Jahre lang – darunter fallen beispiels­weise auch Hinweise auf unbe­zahlte oder zu spät beglichene Rech­nungen, Mahnungen oder Inkasso­verfahren. Wer zu viele Rechnungs­fristen nicht einhält, wird so im Scoring herab­gestuft und von Banken negativ beur­teilt, wodurch die Kredit­würdig­keit sinkt.

4. Kommunikation stärken

Wer als Unternehmer regel­mäßigen Kontakt zu Banken oder Auskunfteien pflegt, diese mit aktuellen Informationen versorgt und alle Daten und Unter­lagen ordentlich aufbereitet, kann auch über weiche Faktoren das Rating bei Banken direkt verbessern.

5. Teure Kredite umschulden

Viele lang­fristige Kredite wurden noch zu Zeiten geschlossenen, in denen die Konditionen für Unternehmens­finanzierungen deutlich schlechter waren als heute. Die aktuelle Niedrig­zins­phase erlaubt es Unter­nehmen, deutlich günstiger zu finanzieren. Daher bietet es sich an, teure Kredite umzu­schulden und die Zins­belastung zu reduzieren.

6. Eigenkapitalquote erhöhen

Wenn sich die Eigen­kapital­quote eines Unter­nehmens erhöht, verbessert sich die Kredit­würdig­keit. Dafür bieten sich beispiels­weise die Einbringung von Privat­vermögen oder Beteiligungen (beispiels­weise durch Mezzanine-Kapital) an. Eine weitere Möglich­keit, die Eigen­kapital­quote zu erhöhen, ist die Nutzung von alter­nativen Finanzierungs­instrumenten wie Leasing, Factoring oder Einkaufsfinanzierung. Im Beispiel von Leasing wird der einmalig hohe Preis zur An­schaffung eines Fahrzeugs, einer Maschine, Anlage oder von IT-Aus­stattung, der normaler­weise über Eigen­kapital oder einen Betriebs­mittel­kredit aufge­bracht werden müsste, auf viele kleinere Raten verteilt. Gleich­zeitig taucht das Leasing­objekt in der Regel nicht in der Bilanz des Unter­nehmens, sondern in der des Leasing­gebers auf – zudem sind die Leasing­raten steuerlich absetz­bar.

 

»Alternative Finanzierungs­lösungen wie Leasing können optimal dazu beitragen, die Finanz­struktur eines Unter­nehmens zu verbessern und so die Bonität zu stärken.«

Günter Gurschke, Leasing-Experte bei COMPEON

 

7. Nutzung von Vergleichen für günstige Finanzierungen

Wer teure Kredite meidet, verbessert die Bonität. Für die meisten Unter­nehmer sind Investitionen aller­dings notwendig, um konkurrenz­fähig zu bleiben. Umso wichtiger ist der Vergleich unter­schiedlicher An­bieter, um das beste Angebot zu identifizieren. Dabei kommt es nicht nur darauf an, einzelne Konditionen wie Zinssatz, Lauf­zeit und Sicherheiten zu vergleichen, sondern auch Finanzierungs­instrumente wie Kredite, Darlehen, Leasing oder Wareneinkaufs­finanzierung. Eine unverbindliche Beratung durch unabhängige Experten im Bereich Unternehmens­finanzierung ist dabei empfehlens­wert.

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