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Warum Unternehmer für Kredite niemals nur ein Angebot einholen sollten

Ob beim Wechsel des Stromanbieters, dem Kauf neuer Schuhe und Elektronikartikel oder der Anschaffung eines neuen Autos: Wer private Anschaffungen tätigt, vergleicht vorher Angebote. Wenn es um gewerbliche Finanzierungen geht, sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Warum ist das so?

Warum Unternehmer für Kredite niemals nur ein Angebot einholen sollten

Nicht nur auf Nummer sicher gehen

Wenn es um die Finanzierung von Investitionen geht, drängt in der Regel die Zeit: Der Unternehmer möchte das Projekt zeitnah umsetzen, noch schnell ein günstiges Angebot eines Händlers nutzen oder er hat einfach nicht die Kapazitäten, um mit mehreren unter­schiedlichen Anbietern zu sprechen – schon gar nicht mit Finanzdienstleistern, denen man sich komplett neu vorstellen muss. Von der Terminvereinbarung, über das Gespräch und Aufbereitung von Unterlagen zieht sich der Weg zur Finanzierung oftmals über Wochen und Monate. Da liegt vermeintlich nichts näher, als das erste Angebot des erst­besten Anbieters anzunehmen.

Allerdings kosten solche Schnellschüsse das Unternehmen häufig bares Geld. Wir erläutern, warum Unternehmen für Kredite und andere Finanzierungen niemals nur ein Angebot einholen sollten.

Transparenz verbessert die Finanzierungskonditionen

Mittelständische Unternehmen arbeiten in der Regel mit einigen wenigen Partnern wie Banken oder Finanzierungsanbietern zusammen, wenn es um die Finanzierung von Investitionen geht. Steht ein neues Projekt an, sind die bestehenden Verbindungen die ersten Ansprechpartner. Das geht schnell und hat bisher immer gut funktioniert. Doch ist das wirklich so? Im Rahmen der aktuellen COMPEON-Studie Mittelstandsfinanzierung wurden knapp 300 Entscheider unterschiedlicher Branchen zu ihrer aktuellen Situation und Herausforderungen in Bezug auf Finanzierungsthemen befragt.

Die Befragung ergab, dass immer noch 31,8 Prozent der Mittelständler auf lediglich eine einzige Bank als Partner setzen. Zu zwei verschiedenen Banken pflegten 40,2 Prozent eine aktive Beziehung, während 17,2 Prozent auf drei Banken zurückgreifen. Dieses Ergebnis überrascht. Um Transparenz und Vergleichbarkeit zu schaffen, ist es notwendig, Angebote unterschiedlicher und im Zweifel besserer Anbieter einzuholen. Dieser Mangel eines aus­ge­wogenen Bankenportfolios zeigt sich auch in den Konditionen wie Zins, Laufzeit, Eigen­mittel und Sicherheiten, zu denen die befragten Unternehmen finanzieren. Die Studie zeigt, dass Unternehmen durch zusätzliche Bank­verbindungen ihre Finanzierungs­kosten deutlich reduzieren können.

 

»Im Schnitt zahlen Unternehmen mit drei oder mehr Bankverbindungen 20 Prozent weniger als Unternehmen, die sich nur auf eine geringe Anzahl an Finanzierungspartnern verlassen.«

COMPEON-Studie Mittelstandsfinanzierung:
Wo Unternehmen Potenzial verschenken – die größten Fehler, die besten Chancen

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Über 75 Prozent der Unternehmen vergleichen unzureichend

Es zeigt sich, dass bereits durch Gewinn an Transparenz Abhängigkeiten reduziert werden und Vergleichbarkeit hinzugewonnen wird. Umfangreiche Vergleiche anzustellen und bei diversen Banken und anderen Finanzierungsinstituten Angebote einzuholen, ist für Unter­nehmen allerdings mit erheblichem Aufwand verbunden: Vergleiche kosten Zeit und verursachen auf diese Weise nicht unerhebliche Kosten.

Aus diesen Gründen verlassen sich immer noch viele Unter­nehmen auf das erstbeste Finanzierungsangebot, anstatt in ange­messenem Umfang Vergleichsangebote einzuholen. 75,6 Prozent der befragten Unter­nehmen setzen sich gar nicht weiter mit ihren Finanzierungs­konditionen wie Sicherheitenanforderungen, Offenlegungspflichten, Laufzeiten oder dem Eigenmitteleinsatz auseinander und wählen das erst­beste Angebot aus oder vergleichen lediglich vereinzelt, jedoch nicht systematisch und umfassend.

Die dadurch entstehenden Opportunitätskosten: Schlechte Konditionen wie ein hoher Zinssatz, hoher Einsatz von Sicherheiten oder nicht optimale Rückzahlungsmodalitäten.

Digitale Plattformen zum Angebotsvergleich nutzen

Eine Lösung für das Problem zeitaufwändiger Vergleiche ist die Nutzung digitaler Platt­formen. Auf diese Weise reduziert sich der Aufwand für die Unternehmen beträchtlich: Statt in Eigenregie unterschiedliche mögliche Finan­zierungs­partner abzufragen, nutzt man ein bestehendes Netzwerk verschiedenster Finanzierungs­anbieter mit differenzierten Schwer­­punkten und digitale Struk­turen, die dieses Potenzial bündeln. Man erstellt nur einmal eine Anfrage, die dann passenden Anbietern ausgespielt wird. So erhält man ohne eigenen Mehr­aufwand unterschiedliche Angebote, perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zu­ge­schnitten und individuell angepasst.

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