COMPEON-News

Eine frühe Finanzplanung hat viele Vorteile

Eine Vorlaufzeit von mindestens einem Jahr zum Fälligkeitstermin empfiehlt beispielsweise die Unternehmensberatung Deloitte in einer Studie zur Finanzierung im Mittelstand. Je Mehr Zeit zur Verfügung steht, desto größer sind die Handlungsspielräume.

»Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben«


Michael Gorbatschow

Im Oktober 1989 warnte Michael Gorbatschow die Regierung der damaligen DDR. Was danach kam, steht heute in den Geschichtsbüchern: Der Bankrott eines Staates und einer Ideologie.

Ähnlich verhält es sich mit der Unternehmensfinanzierung. Auch hier ist es wichtig, rechtzeitig auf alle Entwicklungen zu reagieren. Denn finanzielle Schwierigkeiten, im schlimmsten Falle eine Insolvenz, drohen Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig mit der Planung von Finanzierungen auseinander setzen. Mindestens einem Jahr zum Fälligkeitstermin sollte mit der Planung begonnen werden. Auch aus meiner Berufserfahrung kann ich eine möglichst frühe Ansprache von Banken und potentiellen Finanzierungspartnern nur empfehlen.

Handlungsspielräume sichern

Wann immer möglich, würde ich sogar schon früher anfangen. Denn je mehr Zeit zur Verfügung steht, umso größer sind die Handlungsspielräume, wenn eine Verhandlung platzt oder ein möglicher Partner aus den Gesprächen aussteigt. Dann bleibt Luft, die Verhandlungen an anderer Stelle und mit anderen Partnern weiter zu führen oder einen Überbrückungskredit zu arrangieren. Und das Unternehmen muss nicht in einer Notlage nach jedem Rettungsstrohhalm greifen, der ihm gereicht wird.

Interner Gesundheitscheck

Ein anderer Aspekt einer rechtzeitigen Unternehmensfinanzierung wird häufig übersehen und unterschätzt. Firmen, die sich schon früh Gedanken darüber machen, welche Investitionen sie wie und mit wem und vor allem warum finanzieren wollen, unterziehen sich dabei einem kleinen internen Gesundheitscheck. Denn die Analyse für Finanzierungspartner kann helfen, eigene Schwachstellen rechtzeitig zu identifizieren und zu beheben.