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Fördermittel für Handwerker: Günstiger zur Finanzierung

Neue Werk­zeuge, Be­triebs­mittel zur Vor­finanzierung von Auf­trägen, neue Fahr­zeuge: Hand­werker be­nötigen häufig frische Mittel, um konkurrenz­fähig zu bleiben. Förder­mittel bieten sich dafür mit günstigen Kon­di­tionen an.

Die Vorteile einer Finanzierung mit Fördermitteln

Förder­mittel sind für Hand­werks­be­triebe eine günstige Lösung zur Finanzierung. Sie sind in der Regel nicht nur günstiger als ein Kredit über eine Bank oder die regel­mäßige Nutzung des Konto­korrent­kredits, sondern bieten auch ab­seits des Zins­satzes gute Kon­ditionen – häufig gehören geringere Sicher­heiten­for­derungen und tilgungs­freie An­lauf­zeiten mit zum Förder­pro­gramm. Das heißt, dass in den ersten Monaten lediglich die Zinsen ge­zahlt werden müssen, während die eigentliche Rück­zahlung erst später erfolgt, bei­spiels­weise nach den Zahlungs­eingängen der Kunden.

Passende Förderprogramme für Handwerker

In Deutsch­land gibt es über 1.700 Förder­pro­gramme, die Unter­nehmen nutzen können – doch nicht alle kommen auch für Hand­werks­be­triebe in Frage. Je nach Vor­haben sollten Hand­werker darauf achten, das richtige Förder­programm für die passende Investition zu nutzen.

Finanzierung des Betriebs

Die Kredit­anstalt für Wieder­auf­bau (kurz KfW) ist die größte Förder­bank in Deutsch­land und bietet unter­schied­liche Finanzierungs­lösungen für Unter­nehmen an, die auch für Hand­werks­betriebe in Frage kommen – wie bei­spiels­weise der KfW-Unternehmer­kredit. Damit wird die An­schaffung von Maschinen, Werk­zeugen, Fahr­zeugen sowie Betriebs­aus­stattung aktiv ge­fördert. Auch Betriebs­mittel oder der Auf­bau eines Waren­lagers können mit dem Unter­nehmer­kredit der KfW häufig günstiger finanziert werden.

Neben den deutsch­land­weit über­greifenden Förder­pro­grammen bieten auch regionale Förder­banken Lösungen an, die Be­triebe in einem bestimmten Bundes­land nutzen können. In Nordrhein-Westfalen unter­stützt die NRW.BANK als Förder­bank die Unter­nehmen vor Ort – bei­spiels­weise mit dem NRW.BANK.Mittelstandskredit oder dem NRW.BANK.Universalkredit. In Berlin bietet die Investitions­bank Berlin (IBB) den Berlin Kredit für Unter­nehmer an. Kleinere Summen bis zu 25.000 Euro können dort auch mit dem IBB Mikro­kredit finanziert werden. Jedes Bundes­land besitzt eine eigene Förder­bank, die für Förderungen in ihrer Region zuständig ist.

Weiterbildungsförderungen

Neben Förder­krediten können Hand­werker auch für Weiter­bildungen Förder­mittel in An­spruch nehmen. Zur beruflichen Qualifizierung – bei­spiels­weise zum Erwerb eines Meister­titels – können Hand­werker das soge­nannte „Aufstiegs-BAföG“ des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung nutzen. Das Ministerium fördert so beispiels­weise die Weiter­bildung zum Meister, Fach­wirt, Techniker oder Betriebs­wirt mit bis zu 15.000 Euro. Diese Förderung kann über Beratungs­stellen des Ministeriums in An­spruch ge­nommen werden.

Übernahme des Hand­werks­betriebs finanzieren

Bei vielen Hand­werks­betrieben steht in den kommenden Jahren eine Über­gabe bzw. Nach­folge­regelung ins Haus. Als verdienter Hand­werker, der lange Jahre den eigenen Betrieb auf­ge­baut hat, möchte man diesen in der Regel in die richtigen Hände über­geben. Häufig scheitert diese Über­gabe dann am Kauf­preis, die der Käufer – oft ein Ange­stellter des eigenen Betriebs – nicht aufbringen kann. Die KfW bietet speziell für diese Fälle das ERP-Kapital für Gründer zu besonders günstigen Konditionen – eine Förderung, die viele Über­nahmen erst er­möglicht.

Der Weg zur Förderung für Handwerks­betriebe

Förderbanken arbeiten in den meisten Fällen nach dem Durch­leitungs­prinzip. Das heißt, dass Hand­werker, die Förder­mittel nutzen wollen, nicht direkt eine Förderung bei einer Förder­bank anfragen können, sondern dass immer der Weg über eine Geschäfts­bank gewählt werden muss. Da die Finanzierung über Förder­pro­gramme für Geschäfts­banken, beispiels­weise die Haus­bank, weniger gewinn­ver­sprechend als „normale“ Finanzierungen wie Kredite sind, unter­stützen viele Finanz­dienst­leister die Finanzierung mit Förder­mitteln eher stief­mütterlich. Die Suche nach einem An­bieter, der einen Hand­werks­betrieb auf dem Weg zu einem Förder­kredit unter­stützt, gestaltet sich daher oftmals schwierig.

Finanz­platt­formen sind dabei häufig eine gute Alternative: Hand­werker können so viele Finanz­anbieter gesammelt ansprechen – die Chance auf eine Finanzierung mit einem passenden Förder­programm und günstigen Konditionen steigt.

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