Beim Finanzierungsplan handelt es sich um eine Gliederung, die insbesondere sämtliche Anschaffungskosten, eventuelle Nebenkosten sowie Finanzierungskosten beinhaltet. Dabei ist es wichtig, dass den entsprechenden Anschaffungskosten die jeweiligen Finanzierungsquellen gegenüber gestellt werden. Diese sollen nämlich den Kapitalbedarf abdecken, der zum Beispiel für zu tätigende Investitionen Eigen- und Fremdkapital.

Was beinhaltet ein Finanzierungsplan?

Der Finanzierungsplan beinhaltet im Wesentlichen eine Aufstellung, mit welchen Mitteln eine bestimmte Finanzierung durchgeführt werden soll. In den meisten Fällen stammen die benötigten Mittel, die im Finanzierungsplan aufgeführt werden, aus den folgenden Quellen:

  • Fremdkapital (Kredite)
  • Fördermittel
  • Eigenkapital
  • Diese Finanzierungsquellen sind meistens sehr gemischt und werden im Finanzierungsplan aufgesplittet. Ist beispielsweise eine Finanzierung in Höhe von 500.000 Euro notwendig, wird innerhalb des Finanzierungsplans genau festgehalten, welche Summe der einzelnen Finanzierungsquelle zuzuordnen ist.

    Wofür ist ein Finanzierungsplan wichtig?

    Der Finanzierungsplan hat nicht nur für den entsprechenden Kunden eine wichtige Aufgabe, sondern insbesondere als Unterlage zur Vorlage. So verlangen Banken beispielsweise immer dann einen Finanzierungsplan, wenn die folgenden Darlehen beantragt werden:

  • Investitionskredite
  • Immobilienkredite
  • Existenzgründungsdarlehen
  • Spezialfinanzierungen
  • Darüber hinaus ist der Finanzierungsplan häufig auch ein Teil des Businessplans, der bekanntlich im Rahmen einer Existenzgründung eine äußerst wichtige Unterlage darstellt.

    Welchen Zweck hat der Finanzierungsplan?

    Der wesentliche Sinn und Zweck eines Finanzierungsplans besteht darin, die einzelnen Kosten im Detail darzustellen, die im Zuge einer Finanzierung anfallen. Somit können sich alle Beteiligten, wie zum Beispiel Bauherren oder auch Immobilienkäufer, einen Überblick darüber verschaffen, in welcher die monatlichen Belastungen bis zur vollständigen Tilgung der jeweiligen Finanzierung anfallen werden. Darüber hinaus ist es ebenfalls ein wichtiger Zweck des Finanzierungsplans, ein Teil der Planung im Rahmen einer Existenzgründung zu sein. Insbesondere als StartUp kommt man ohne Finanzierungsplan nicht aus, denn dieser beinhaltet unter anderem, ob das gesamte Konzept voraussichtlich tragbar ist.

    Welche Bausteine beinhaltet der Finanzierungsplan?

    Im Wesentlichen besteht jeder Finanzierungsplan aus drei Elementen, nämlich:

  • Eigenkapital
  • Fremdkapital
  • Kosten
  • Der Posten Eigenkapital erklärt sich nahezu von selbst, wobei hier nicht nur finanzielle Mittel gewertet werden, sondern beispielsweise ebenfalls Eigenleistungen am Bau. Beim Fremdkapital handelt es sich in erster Linie um Kredite, wie zum Beispiel von Banken zur Verfügung gestellt werden. Mit den Kosten sind sämtliche Ausgaben gemeint, die im Zusammenhang mit dem zu finanzierenden Objekt stehen.

    Ein wichtiger Bestandteil des Finanzierungsplans ist weiterhin, dass sämtliche Kosten und vor allem die Quellen der Finanzierung gegenüber den Banken nachgewiesen werden können. Hier kommen zum Beispiel Dokumente wie ein Grundstückskaufvertrag, Kreditzusagen oder auch der Bauverträge infrage. Den Banken dienen diese Nachweise insbesondere dafür, dass die Darlehenssumme, die im Rahmen der Immobilienfinanzierung vergeben wird, für den vorgesehenen Zweck verwendet wird. Häufig beinhaltet der Finanzierungsplan auch Zwischenfinanzierungen, die zum Beispiel dann notwendig werden, wenn ein Bauspardarlehen noch nicht zuteilungsreif, Kapitalbedarf jedoch bereits vorhanden ist.