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Prosument

Manche Begriffe aus dem Wirtschaftsbereich kommen einem auf Anhieb etwas „seltsam“ vor. Ein Grund besteht darin, dass es sich häufiger entweder um Fachbegriffe von geringer Bekanntheit oder um eine Mischung zwischen zwei bekannten Worten handelt. Ein klassisches Beispiel dafür ist der sogenannte Prosument. Diese Bezeichnung mit der dahinter steckenden Erklärung ist vor allem im Zeitalter des sogenannten Web 2.0 von inzwischen großer Bedeutung.

Was ist ein Prosument?

Der Begriff Prosument setzt sich aus zwei bekannten Wörtern zusammen, nämlich auf der einen Seite aus dem Konsumenten sowie auf der anderen Seite aus dem Produzenten. Der Prosument ist demzufolge eine Mischung aus Produzent und Konsument. Charakteristisch für Prosumenten ist nämlich, dass diese einerseits Inhalte konsumieren und zum anderen selbst derartige Inhalte in den Medien erstellen.

Der Begriff des Prosumenten historisch betrachtet

Erstmals geprägt wurde der Begriff Prosument im Jahre 1980, nämlich durch ein in den USA erschienenes Buch mit dem Titel „The Third Wave“ (Die Dritte Welle). Der Autor Alvin Toffler wollte in seinem Buch insbesondere beschreiben, dass die industrielle Wertschöpfungskette immer öfter durch Prosumenten und die damit verbundene Funktion erweitert wird. Zudem zeichnet er die Dreiteilung der industrialisierten Gesellschaften auf, die aus Produktion, Distribution und Konsum besteht. Da sich die Rollen der entsprechenden Akteure jedoch ändern, resultiert daraus unter anderem der Prosument, der sowohl konsumiert als auch produziert. Während die Position in den 90er Jahren eher fiktiv war, handelt es sich heutzutage spätestens seit dem Web 2.0 um eine praxisnahe Vorgehensweise zahlreicher Menschen.

Der Begriff des Prosumenten heute

Heutzutage ist ein Prosument viel mehr als lediglich die Erweiterung der Wertschöpfungskette, wie es in der Historie der Fall gewesen ist. Seit dem Internet haben sich die Rollen immer weiter verschoben, sodass oftmals nicht mehr zwischen Konsumenten und Produzenten zu unterscheiden ist. Das beste Beispiel ist die erfolgreiche Videoplattform YouTube. Dort gibt es viele Millionen User, die auf der einen Seite eingestellte Videos betrachten und auf der einen Seite selbst als Producer aktiv sind und ihre eigenen Videos hochladen. Exakt diese Personen sind klassische Prosumenten, da sie einerseits konsumieren und andererseits Inhalte produzieren.

Wie wirken sich Prosumenten auf Unternehmen aus?

Eine gravierende Auswirkung der Prosumenten auf Unternehmen ist, dass diese nicht mehr die alleinige Kontrolle über ihre Angebote haben. Stattdessen sind es immer häufiger die Verbraucher, die weitere Teile der Kontrolle übernehmen, indem sie zum Beispiel über die bekannten Social Media Kanäle Bewertungen zu einzelnen Produkten oder zum Gesamtangebot eines Unternehmens abgeben. Der wohl bekannteste Prosument ist heutzutage der Influencer, der zum Beispiel bestimmte Produkte gezielt empfiehlt, nachdem er sie selbst getestet hat. Allerdings bieten diese Influencer und sonstigen Prosumenten für Unternehmen auch Chancen, nämlich die entsprechenden Personen für das eigene, selbstverständlich positive, Marketing zu nutzen. Darüber hinaus erstellen Unternehmen immer mehr eigene Inhalte, zum Beispiel auf einer YouTube Seite oder sonstigen Social Media Kanälen. Das wiederum führt dazu, dass sich für den Prosument gänzlich neue Geschäftsmodelle entwickeln.

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