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Provision

Den Begriff der Provision haben die meisten Verbraucher schon einmal gehört. Mit Provisionen werden stets Kosten in Verbindung gebracht, die zum Beispiel zum Tragen kommen, wenn eine bestimmte Leistung in Anspruch genommen wird. In unserem Beitrag gehen wir näher darauf ein, was Provisionen sind und in welcher Branche sie üblicherweise angesetzt werden. Ferner nennen wir die unterschiedlichen Provisionsarten und gehen darauf ein, wer Provisionen gezahlt und sie hält.

Worum handelt es sich bei der Provision?

Die Provision stellt ein bestimmtes Entgelt dar, welches in aller Regel abhängig von einem definierten Erfolg ist. Somit stehen Provisionen im Zusammenhang mit Geschäftsabschlüssen und Verträgen, bei denen es in erster Linie um eine vermittelnde Tätigkeit geht. Nicht immer wird namentlich der Begriff der Provision verwendet, sondern manchmal alternativ von einer Courtage oder einem Entgelt gesprochen. In den weitaus meisten Fällen wird die Provision als Prozentsatz angegeben. Die Höhe ist von mehreren Faktoren abhängig und wird im Normalfall per Vertrag festgelegt. Der Zeitpunkt, an dem die Provision zu zahlen ist, ist nahezu immer der Abschluss des Geschäftes, welches der Provision zugrunde liegt.

Wo sind Provisionen üblich?

Provisionen gibt es zwar in mehreren Wirtschaftszweigen und Branchen, aber dennoch sind es einige Bereiche, in denen diese Zahlungen an der Tagesordnung sind. Dazu zählen in erster Linie die folgenden Branchen:

• Kreditinstitute
• Finanzdienstleister
• Inkassounternehmen
• Immobilienmakler
• Versicherungsgesellschaften
• Anlageberater
• Kreditvermittler

Wie Sie an dieser Aufzählung erkennen, kommen Provisionen insbesondere im Finanz- und Versicherungsbereich vor. Wenn es also um Geld und die damit zusammenhängende Vermittlung geht, ist es oft üblich, dass Kunden eine Provision zahlen müssen.

Welche Provisionsarten gibt es?

In der Praxis finden sich unterschiedliche Arten von Provisionen, die in erster Linie davon abhängen, welche Tätigkeit erbracht wird und um welche Branche es sich handelt. Auf dieser Grundlage werden insbesondere die folgenden Provisionsarten genannt:

  • Abschlussprovision
  • Bearbeitungsprovision
  • Bestandsprovision
  • Courtage
  • Folgeprovision
  • Einmalprovision
  • Inkassoprovision
  • Verlängerungsprovision

Die Bearbeitungsprovision wird zum Beispiel in aller Regel dann berechnet, wenn seitens eines Vermittlers bestimmte Leistungen im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Geschäften und Verträgen angeboten werden. Eine Abschlussprovision hingegen ist typisch für das Versicherungsgeschäft, wenn Sie zum Beispiel eine Kapitallebensversicherung oder eine private Rentenversicherung abschließen. Von einer Courtage wird hingegen meistens im Zusammenhang mit Immobilienmaklern gesprochen, die für das erfolgreiche Vermitteln eines Objektes oder einer Mietwohnung die entsprechende Maklercourtage erhalten.

Zu den weiteren Provisionsarten zählt unter anderem die Bestandsprovision. Grundlage ist, dass ein Versicherungsvertrag abgeschlossen und anschließend von dem entsprechenden Vermittler weiter bearbeitet und in der Zukunft auch betreut wird. Die Inkassoprovision erklärt sich prinzipiell von selbst, da es sich um eine Vergütung für Inkassofirmen handelt, wenn sie offene Forderungen erfolgreich eingetrieben haben. Relativ häufig gibt es eine Verlängerungsprovision. Diese erhält ein Vermittler, wenn zum Beispiel ein Versicherungsvertrag abläuft und – entweder automatisch oder manuell – verlängert wird.

Wer muss Provisionen zahlen und wer erhält sie?

Provisionen zahlen müssen in erster Linie Personen, die eine Dienstleistung, zum Beispiel in Form einer Vermittlung, in Anspruch nehmen. Gerade im Finanzbereich kann es allerdings alternativ ebenso möglich sein, dass Anbieter von bestimmten Produkten eine Provision zahlen. Konkret findet man relativ häufig die folgende Konstruktion im Zusammenhang mit Provisionen vor:

Ein Kunde lässt sich in der Bank beraten, welches Anlageprodukt er für seine Zwecke am besten nutzen soll. Der Bankberater empfiehlt in dem Fall beispielsweise einen bestimmten Fonds, der dann regelmäßig vom Kunden gekauft wird. In solchen Fällen muss in der Regel nicht der Bankkunde eine Provision zahlen, sondern stattdessen erhält das Kreditinstitut bzw. der Mitarbeiter seitens der Fondsgesellschaft eine Provision. In anderen Bereichen hingegen sind es die jeweiligen Kunden, die zum Beispiel bei Abschluss einer Versicherung an den Versicherungsmakler oder Versicherungsvermittler eine Provision zu zahlen haben.

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