Merge and Aquisition oder M and A

M and A ist ein Sammelbegriff, der bestimmte Transaktionen wie Fusionen, Käufe von Unternehmen, Betriebsübergänge beinhaltet, kurz dargelegt die infrage kommenden Transaktionen:

  • Eigentumsrechte an Unternehmen,
  • Konzernbildungen,
  • Umstrukturierungen,
  • Gründung von Gemeinschaftsunternehmen,
  • Übernahme von Unternehmen,
  • Erwerb von Unternehmensanteilen.

M and A Transaktionen führen in vielen Fällen zu Verunsicherungen im Unternehmen, haben aber schon viele Firmen vor der Insolvenz gerettet.

Gründe, die zu einer M and A Transaktion führen

Die Ausnutzung einer Unterbewertung eines Unternehmens, die Hoffnung, durch finanzwirtschaftliche und operative Umstrukturierungen das jeweilige Zielunternehmen gewinnorientiert einzusetzen, sind Gründe. Die Grundlage ist stets der Übergang von Eigentumsrechten und die Übertragung von Leitungs- und Kontrollrechten. Je größer das infrage stehende Unternehmen ist, desto größer ist das Risiko für den Käufer. Ein bargeldloser Abschluss würde die liquiden Möglichkeiten des Erwerbers erheblich verringern. In vielen Fällen wird die Übernahme über die Aktien des Erwerbers finanziert. Wenn die Bezahlung in Aktien erfolgt, kann unter dem Angebotspreis verhandelt werden. Eine derartige Transaktion lässt die Aktienwerte sinken. Die zukünftigen Perspektiven müssen also positiv geschätzt werden.

M and A Geschäftsabläufe in der Praxis

Fusionen sind in den meisten Fällen gleichbedeutend mit Arbeitsplatzverlusten. Die am meisten bedrohten Arbeitsplätze sind die der Führungskräfte, denen ein Abfindungspaket angeboten wird. Ein M and A Geschäft kann durchaus scheitern aus Gründen, wie die fehlende Finanzierung, unterschiedliche Schätzungen beider Parteien oder staatliche Eingriffe aufgrund Regulierungen. Die Integration verschiedener Betriebe ist sehr schwierig. Die Mitarbeiter haben sich beispielsweise an flexible Arbeitszeiten oder einen locker legeren Dresscode gewöhnt. Der neue Eigner übernimmt keine dieser für den Arbeitnehmer angenehmen Regeln mit dem Ergebnis, dass die Produktivität und der Arbeitseinsatz des Personals fehlen. Kostensenkungen nach Fusionen sind oft mit dem Ergebnis weniger Einnahmen und Profite gleichzusetzen. Bei Zusammenführung zweier konkurrierender Unternehmen gibt es gemeinsam zu lösende Probleme, aber auch Vorteile in folgenden Bereichen:

  • Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen, wenn beide Unternehmen in verschiedenen Regionen ansässig waren,
  • Verringerung des Wettbewerbsdrucks, denn ein Konkurrent ist vom Markt verschwunden,
  • das Know-how wird verbessert, Patente für neue Produkte oder die Beherrschung von Technologien können eingesetzt werden,
  • Produktpalette erweitert sich,
  • Rationalisierungspotenziale werden berücksichtigt, Doppelarbeiten werden eingespart. Hohe Kosten für Forschung und Entwicklung werden reduziert. Bei Lieferanten können unter Umständen günstigere Konditionen erwirkt werden.

Der Kauf und Zusammenschluss sind Herausforderungen für das neue Unternehmen. Planung und Vorbereitung müssen gezielt durchgeführt werden. Ein klares Konzept wird erarbeitet im Einklang mit einer raschen Integration. Die Strategie, Zielsetzung und die Kernkompetenzen müssen klar sein. Gemeinsame Stärken und Schwächen im Wettbewerb müssen ermittelt werden. Drei Risikobereiche sind wichtig:

  • Rechtliche Risiken, falls es laufende Gerichtsverfahren gibt,
  • finanzielle Risiken, dazu gehören Pensionsverpflichtungen, Steuerlasten,
  • technische Risiken, z.B. veraltete Anlagen.

Nach Durchlauf von drei Phasen müsste das Unternehmen gewinnbringend arbeiten können:

  • Vorfeld-Phase, bezogen auf die Verhandlungen,
  • Transaktions-Phase, der Ablauf der Fusionierung,
  • Integrations-Phase. Diese Phase dürfte die schwierigste sein.

Das laufende Geschäft darf nicht zum Stillstand oder „langsamen Laufen“ kommen. Gleichzeitig müssen die Unternehmen zusammengeführt werden. Bei größeren Investitionen muss kritisch geprüft werden, ob die Finanzierung zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist. Die Beförderung von Mitarbeitern sollte nicht gerade in der Integrations-Phase stattfinden. Frei gewordene Stellen müssen zeitnah besetzt werden. Mitarbeiter, die bei der Planung behilflich waren, sollten im Integrationsteam eingesetzt werden. Das zukünftige Organigramm, Verfahren zu Stellenbesetzungen, müssen im Detail bearbeitet werden. Beim Personal darf keine Verunsicherung entstehen, die Motivation ist dann nicht mehr gewährleistet.

Zusammenfassung der wichtigen Kriterien Merge and Acquisiton

Die Übernahme oder der Kauf eines Unternehmens ist aufgrund der Komplexität nicht ohne Vorbereitung und unter Umständen professioneller Hilfe durchzuführen:

  • Feststellung der Verkaufsfähigkeit,
  • notwendige Maßnahmen, um die Verkaufsfähigkeit herzustellen,
  • Unternehmenswertermittlungen,
  • Erarbeitung einer optimalen Verkaufsstrategie,
  • Erstellung der Verkaufsunterlagen,
  • potenzielle Investoren müssen eventuell gefunden werden,
  • Unterstützung im Rahmen des Übergangs- und Integrationsprozesses realisieren,
  • Projektplanung, effiziente Projektführung, Unterstützung bei der kompletten Dokumentation bezüglich des Kauf- und Verkaufsprozesses.

Der Unternehmer sollte sich rechtzeitig einen Berater suchen, der keine Interessenskonflikte verfolgt.