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Diskontieren

Den Begriff Diskontieren haben Sie vielleicht schon einmal im Zusammenhang mit früheren Wechseln oder einer Geldanlage gehört. Im Prinzip handelt es sich beim Diskontieren um einen Fachbegriff, der den Vorgang der Diskontierung beschreibt und schlichtweg mit Abzinsen übersetzt werden kann. Insbesondere im Finanzbereich kommt das Diskontieren regelmäßig zur Anwendung, aber ebenso in betriebswirtschaftlicher Hinsicht.

Worum handelt es sich beim Diskontieren?

Mit Diskontieren ist nichts anderes als Abzinsung gemeint. Im Allgemeinen wird mit dem Diskontieren ein Vorgang beschrieben, mit dem im Zuge einer Berechnung der Wert einer bestimmten Zahlung zum aktuellen Zeitpunkt festgestellt wird. Dieser Wert wird auch als Anfangswert bezeichnet. Die Grundlage für die Berechnung ist der Endwert einer Zahlung in der Zukunft, sodass auf der Basis eines Zinssatzes sowie der Laufzeit der Zahlungswert zum aktuellen Zeitpunkt ermittelt werden kann. Die Diskontierung ist somit eine finanzmathematische Berechnungsmethode, die im Allgemeinen als Abzinsung bekannt ist.

Wie funktioniert das Diskontieren?

Betriebswirtschaftlich betrachtet wird die Diskontierung in der Regel vorrangig im Zuge der dynamischen Investitionsrechnung angewandt. Wichtig an der Funktionsweise ist, dass neben dem Zahlungsstrom ebenso der Zeitwert eine Berücksichtigung findet. Von größerer Bedeutung ist das Diskontieren zum Beispiel, wenn eine Handelsbilanz erstellt werden soll. Dann ist es nämlich notwendig, einzelne Posten insoweit zuzurechnen, als dass der aktuelle Buchwert ermittelt wird. Dazu zählen beispielsweise langfristige Rückstellungen. Für die Berechnung wiederum ist es notwendig, eine Abzinsung vorzunehmen.

Welches Ziel hat das Diskontieren?

Das wesentliche Ziel des Diskontierens besteht darin, einen bestimmten Wert zu berechnen, der identisch mit einer in der Zukunft liegenden Zahlung sein soll. Das bedeutet, dass mittels des Diskontierung ein Wert für einen definierten Tag berechnet wird, der allerdings vor der Zahlung liegt. Das Gegenteil des Diskontierung, also der Abzinsung, ist übrigens die Aufzinsung, auch als Akontierung bezeichnet. In dem Fall ist der Wert einer zukünftigen Zahlung bereits jetzt ermittelt worden.

Beispiel für das Diskontieren

Ein klassisches Beispiel für das Diskontieren ist ein Gutschein, den Sie als Verbraucher zum Beispiel von einem bestimmten Geschäft erhalten. Diesen Gutschein können Sie allerdings erst nach beispielsweise sechs Monaten einlösen, weil Sie das entsprechende Angebot erst dann wieder wahrnehmen möchten. Durch die zeitliche Differenz zwischen der Ausstellung des Gutscheins und des Einlösens wird dieser für gewöhnlich in sechs Monaten (im Beispiel) aufgrund der Inflation etwas weniger wert als zum aktuellen Zeitpunkt sein. Demzufolge findet also eine Art Abzinsung statt.

Welche Diskontierungsarten gibt es?

Was die Berechnung der Diskontierung betrifft, so gibt es unterschiedliche Methoden im Rahmen der Abzinsung. Etabliert haben sich insbesondere die folgenden vier Abzinsungsmethoden:

  • Lineare Abzinsung
  • Stetige Abzinsung
  • Exponentielle Abzinsung
  • Abzinsung auf zukünftigen Zeitpunkt

Sehr häufig wird die lineare Verzinsung genutzt, insbesondere dann, wenn der Zeitraum weniger als ein Jahr beträgt.

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