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Dispositionskredit

Die Banken haben heutzutage zahlreiche, unterschiedliche Kreditarten im Angebot. Viele Darlehen richten sich an Privatpersonen. Dazu gehören zum Beispiel Immobilienkredite, Ratenkredite und auch der Dispositionskredit. Dieser wird allerdings im Unterschied zu den anderen Kreditkarten nicht auf einem separaten Kreditkonto zur Verfügung gestellt, sondern auf dem Girokonto des Kunden. In unserem Beitrag erfahren Sie, worum es sich beim Dispositionskredit handelt. Ferner gehen wir darauf ein, wie teuer der Dispo ist, wer die Kreditlinie erhält und was bezüglich des Kredites zu beachten ist.

Worum handelt es sich beim Dispositionskredit?

Der Dispositionskredit wird auch als Kontokorrentkredit bezeichnet, weil er auf dem Girokonto der Kunden eingeräumt wird. Es handelt sich demzufolge um eine Kreditlinie, auch Kreditrahmen genannt. Bei ausreichender Bonität räumen die Kreditinstitute einen Dispositionskredit normalerweise schnell und problemlos ein. Dies geschieht, indem zum Girokonto eingesteuert wird, dass dieses zum Beispiel bis zu einem Betrag von beispielsweise 5.000 Euro im Soll geführt werden darf. Eine feste Rückzahlung gibt es beim Dispositionskredit für gewöhnlich nicht, es sei denn, der Kunde vereinbart mit der Bank einen sogenannten Kürzungskredit.

Was kostet der Dispositionskredit?

Bezüglich der Zinskosten ist der Dispositionskredit wohl das teuerste Darlehen, welches im Privatkundenbereich existiert. Die Banken begründen das damit, dass sie das Geld in Form der Kontoüberziehung stets kurzfristig vorhalten müssen und das Kapital daher nicht langfristig verleihen können. Aus diesem Grund betragen die durchschnittlich zu zahlenden Dispozinsen selbst in der Niedrigzinsphase Ende 2021 noch rund 9,5 Prozent. Bei einer durchschnittlichen, jährlichen Kontoüberziehung von beispielsweise 3.000 Euro würden Sie somit also jährlich knapp 300 Euro an Zinskosten tragen. Positiv ist zumindest, dass die Zinsen taggenau berechnet werden. Das bedeutet, dass die Dispozinsen nur auf den Betrag berechnet werden, den Ihr Girokonto tatsächlich im Soll ist.

Wer erhält einen Dispokredit?

Den Dispositionskredit erhalten die meisten Kunden problemlos, die ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Das ist auch die Grundvoraussetzung für die Einräumung des Dispos, wobei allerdings andererseits kein negatives Merkmal in der Schufa gespeichert sein darf. Bei Selbstständigen gibt es mitunter Probleme, weil diese häufig kein von der Höhe her Monat für Monat regelmäßig gleiches Einkommen haben. Zwingende Voraussetzung ist zudem, dass der Kunde voll geschäftsfähig, also volljährig, ist. Zusammenfassend erhalten Sie einen Dispositionskredit für gewöhnlich dann, wenn Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen können:

  • Kreditfähig (volljährig)
  • Regelmäßiges Einkommen (am besten aus abhängiger Beschäftigung)
  • Kein negatives Merkmal in der Schufa gespeichert

Mitunter hängt auch die Höhe der Dispozinsen davon ab, wie die Bank Ihre Kreditwürdigkeit bzw. Bonität einschätzt. Dies gilt ebenfalls für die Höhe des Dispositionskredites. Standardmäßig räumen die Banken meistens einen Kreditrahmen in Höhe des dreifachen Nettomonatseinkommens ein. Individuelle Vereinbarungen sind allerdings in der Regel ebenfalls möglich.

Wie wird der Dispokredit zurückgezahlt?

Eine feste Rückzahlungsvereinbarung gibt es beim Dispositionskredit für gewöhnlich nicht. Das bedeutet, dass Sie das Girokonto so lange innerhalb der genehmigten Grenze im Soll führen können, bis die Bank Ihren Dispo entweder kündigt oder Sie sterben. Dann allerdings gehen die Schulden selbstverständlich auf Ihre Erben über, falls diese das Erbe akzeptieren. Manchmal vereinbaren Kunden auch mit der Bank einen sogenannte Kürzungskredit. Dieser beinhaltet, dass der Kreditrahmen dann Monat zu Monat um einen gewissen Betrag reduziert wird. Dies kommt im Grunde einer Rückzahlung gleich, weil Sie jeden Monat etwas weniger an Verfügungsrahmen nutzen dürfen.

Umschuldung in Ratenkredit und damit hohe Dispozinsen vermeiden

Statistische Untersuchungen zeigen immer wieder, dass viel zu viele Kunden den Dispositionskredit nicht so nutzen, wie es eigentlich optimal wäre. Im Idealfall ist der Dispositionskredit lediglich eine Liquiditätsreserve und wird von Zeit zu Zeit in geringem Umfang beansprucht. Zahlreiche Kontoinhaber jedoch nutzen den Dispokredit teilweise schon seit vielen Jahren und in nicht geringem Umfang. In solchen Fällen macht es viel mehr Sinn, den Dispo in einen Ratenkredit umzuschulden. Die Zinsen für Ratenkredite sind erheblich günstiger und es wird eine feste Rückzahlung vereinbart.

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