Devisen und Währungen

Mit Währungen sind neben der jeweiligen inländischen Währung, also in Deutschland dem Euro, in erster Linie auch ausländische Zahlungsmittel gemeint. Währungen lassen sich in zwei große Gruppen einteilen, nämlich zum einen in Sorten und zum anderen in Devisen. Alle Devisen sind also Währungen, aber nicht alle Währungen sind Devisen, auch wenn die Begriffe meistens synonym verwendet werden.

Unterschied zwischen Sorten und Devisen

Mit Sorten werden alle ausländischen Währungen bezeichnet, die in Form von Bargeld verfügbar sind. Somit handelt es sich immer dann um Sorten, wenn Sie das ausländische Zahlungsmittel entweder als Banknoten oder Münzen erhalten. Demgegenüber bezeichnen die Devisen zwar ebenfalls eine Fremdwährung, aber in diesem Fall existiert das ausländische Zahlungsmittel ausschließlich als sogenanntes Buchgeld. Dies bedeutet, dass es sich nicht um Bargeld handelt, sondern sogenannte Geldersatzmittel zum Einsatz kommen. Dazu gehören in erster Linie Guthaben auf ausländischen Konten, Schecks und auch ausländische Wertpapiere zählen zu den Devisen.

Was sind die bekanntesten Währungen?

Weltweit gibt es mehr als 100 Währungen, von denen die meisten mittlerweile frei gehandelt werden können. Dennoch dominiert ein sehr kleiner Teil von Währungen den gesamten Markt, denn rund fünf sogenannte Weltwährungen machen über 80 Prozent des globalen Umsatzes am Devisenmarkt aus. Es handelt sich dabei um die folgenden Währungen:

  • US-Dollar
  • Euro
  • Japanischer Yen
  • Britisches Pfund
  • Schweizer Franken

Wie werden Devisen gehandelt?

Während Sorten im Handelsbereich kaum von Bedeutung sind, sondern allenfalls von Privatpersonen als Reisekasse genutzt werden, falls der anstehende Urlaub im Ausland verbracht wird, kommt den Devisen im Bereich des globalen Handels eine enorme Bedeutung zu. Gehandelt werden Devisen an sogenannten Devisenmarkt. Anders als beim Handel mit Aktien und sonstigen Wertpapieren existiert der Markt allerdings nur online, sodass der Devisenhandel ausschließlich über die Computersysteme stattfindet und es keine Präsenzbörsen gibt. Der wichtigste Handelsplatz weltweit ist New York, gefolgt von Tokio und London. Nahezu sekündlich werden am Devisenmarkt die Kurse der wichtigsten Devisen notiert, beispielsweise des US-Dollars oder auch des Euro.

Welchen Wert haben Devisen?

Der Wert einer bestimmten Devise hängt insbesondere von Angebot und Nachfrage ab, die sich am Devisenmarkt treffen. Ein wichtiger Teil der Funktionsweise des Devisenhandels besteht zudem darin, dass der Wert einer bestimmten Währung immer im Vergleich zu einer anderen Währung gemessen wird. Diese zwei Währungen als Paar bilden den sogenannten Devisenkurs. Wenn Sie also beispielsweise wissen möchten, welchen Wert der US-Dollar gegenüber dem Euro hat, betrachten Sie sich einfach den Devisenkurs Euro / US-Dollar. Auf diese Weise lässt sich nahezu jede Währung in ein Wertverhältnis zu einer anderen Devise setzen.

An den Devisenbörsen werden übrigens zwei unterschiedliche Devisenkurse gebildet, nämlich zum einen der Geldkurs (Kaufkurs) und zum anderen der Briefkurs (Verkaufskurs). Manche Trader versuchen in dem Zusammenhang, durch den sogenannten Arbitragehandel Gewinne zu erzielen. Dies funktioniert so, dass beispielsweise an der Devisenbörse in New York US-Dollar gekauft werden und diese innerhalb weniger Sekunden an einer anderen Devisenbörse zu einem vielleicht etwas höheren Kurs wieder verkauft werden.

Devisenhandel für jedermann: Forex Trading

Schon seit Jahren haben nicht nur Staaten, Banken und institutionelle Händler die Möglichkeit, auf die Wertentwicklung von Devisenkursen zu spekulieren. Mit dem sogenannten Forex Trading ist es inzwischen auch jeder einzelnen Privatperson möglich, sich am globalen Handel mit Devisen und Währungen zu beteiligen. Dazu benötigt man lediglich ein Handelskonto, welches von speziellen Forex-Brokern zur Verfügung gestellt wird. Anschließend ist es problemlos möglich, über die entsprechende Handelsplattform Aufträge zum Handel mit Devisen zu erteilen.

Wenn Sie also beispielsweise davon ausgehen, dass der Wert des amerikanischen US-Dollars gegenüber dem Euro in der Zukunft steigen wird, so erteilen Sie den entsprechenden Auftrag an den Forex-Broker und kaufen US-Dollar, um im Gegenzug mit Euro zu bezahlen. Das Forex Trading ist allerdings hochspekulativ und beinhaltet stets das Risiko, dass Sie sogar Ihr gesamtes investiertes Kapital verlieren können. Auf der anderen Seite bietet der Devisenhandel aber auch große Chancen, innerhalb kurzer Zeit vor Gewinne zu erzielen.