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Eilkredit

Bei gewöhnlichen Ratenkrediten dauert es zum Teil ein oder zwei Wochen, bis Banken ab der Beantragung des Darlehens die Gutschrift der Kreditsumme anweisen. Manchmal benötigen Kunden allerdings deutlich schneller Geld oder zumindest eine Kreditzusage. Für diesen Fall bieten manche Kreditinstitute, insbesondere Direktbanken, einen sogenannten Eilkredit an. Sie erfahren in unserem Beitrag, worum es sich beim Eilkredit handelt, wie er funktioniert und worin die Besonderheiten bestehen.

Was ist der Eilkredit?

Der Eilkredit wird von einigen Banken alternativ auch als Sofortkredit, Schnellkredit oder Blitzkredit bezeichnet. All diese Namen haben eine Gemeinsamkeit, nämlich dass der Eilkredit besonders schnell ausgezahlt wird. In dem Zusammenhang wird ein Vergleich mit gewöhnlichen Ratenkrediten, auch als Onlinekredite, gezogen. Hier dauert es manchmal sogar mehr als eine Woche, bis die Gutschrift der Kreditsumme erfolgt. Bei Krediten hingegen soll die Abwicklung deutlich schneller erfolgen, sodass der Kreditsuchende den Darlehensbetrag oft schon nach wenigen Tagen auf dem Konto hat. Von der Darlehensart her handelt es sich beim Eilkredit meistens um einen Ratenkredit mit einer schnelleren Abwicklung bzw. Auszahlung.

Eilkredit oder Kredit mit Sofortzusage?

Nicht alle von Banken angebotenen Kredite, die häufig auch als Sofortkredit bezeichnet werden, haben tatsächlich eine besonders schnelle Abwicklung. Manchmal bezieht sich die Schnelligkeit nur auf die Darlehenszusage, die dann zum Beispiel innerhalb weniger Minuten – meist durch ein automatisches Kredit-Scroing System – erfolgt. Daher ist es durchaus empfehlenswert, in der Praxis zwischen einem echten Eilkredit und dem sogenannten Kredit mit Sofortzusage zu unterscheiden. Bei Letzterem kann es nämlich sein, dass lediglich die Kreditentscheidung schnell fällt, die anschließende Abwicklung allerdings genauso lange wie bei gewöhnlichen Ratenkrediten dauert.

Warum können Eilkredite so schnell sein?

Wenn es durchschnittlich zwischen fünf und zehn Werktagen dauert, bis ein gewöhnlicher Ratenkredit von der Bank bearbeitet und die entsprechende Kreditsumme angewiesen wurde, stellt sich naturgemäß die Frage, warum dies bei einem Eilkredit deutlich schneller gehen kann. Zumal es sich auch beim Schnellkredit um einen Ratenkredit als Darlehensvariante handelt. Ein wesentlicher Grund für die Schnelligkeit ist, dass Eilkredite heutzutage nahezu ausnahmslos Onlinekredite, meistens sogar sogenannte digitale Darlehen sind. Was ist ein digitaler Kredit?

Als digitale Kredite werden solche Ratenkredite bezeichnet, bei denen kein Papier mehr notwendig ist. Es werden also zum Beispiel keine Kreditverträge ausgedruckt und an den Kunden versendet, welche dieser dann unterschreiben müsste. Stattdessen ist es kennzeichnend für einen digitalen Kredit und somit auch für viele Eilkredite, dass die gesamte Beantragung, die Bearbeitung und die Abwicklung des Darlehens online, also digital, erfolgen. Gewährleistet wird dies beim Eilkredit meistens durch die folgenden Systeme und Maßnahmen:

  • Kreditantrag als Online-Formular an die Bank senden
  • VideoIdent-Verfahren zur Legitimation
  • Digitale Signatur statt Unterschrift

Bei einem Eilkredit fallen also in erster Linie die Postlaufzeiten weg, die sonst für den Versand und Rückversand der Kreditverträge eingerechnet werden müssen. So lässt sich bereits gegenüber einem gewöhnlichen Ratenkredit ein Zeitraum von zwei bis drei Werktagen einsparen. Hinzu kommt, dass der Kunde nicht in eine Postfiliale gehen muss, um sich per PostIdent-Verfahren zu legitimieren. Stattdessen gibt es das VideoIdent-Verfahren, innerhalb dessen Sie sich kurz per App oder Webcam-Verbindung legitimieren können. All diese Fakten führen dazu, dass im besten Fall beim Eilkredit nicht einmal 48 Stunden vergehen, bis Sie nach der Beantragung des Darlehens das Geld auf dem Konto haben.

Worauf sollte ich beim Eilkredit achten?

Zunächst einmal ist es beim Eilkredit zu, dass dieser Schnellkredit bei Weitem nicht von allen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt wird. Trotz der geringeren Auswahl sollten Sie die Möglichkeit nutzen, die Angebote miteinander zu vergleichen. Insbesondere im Hinblick auf die Zinssätze kann es zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Kreditinstituten geben. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie sich über die tatsächliche Dauer der Kreditbearbeitung informieren.

Da es sich beim Eilkredit nicht um einen geschützten Namen handelt, können die Bearbeitungszeiten zwischen den Banken in durchaus größerem Umfang voneinander abweichen. Wenn es jedoch relativ schnell geht, ist der Eilkredit bestens geeignet für Kreditsuchende, die zumindest schnell eine Kreditzusage benötigen oder bei denen die Darlehenssumme innerhalb weniger Tage auf dem Konto sein muss, weil zum Beispiel ein „Schnäppchen“ gekauft und finanziert werden soll.

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