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Einkaufsgenossenschaft

Die Bedeutung einer Einkaufsgenossenschaft lässt sich in großen Teilen bereits am Namen ableiten. Es geht im Wesentlichen darum, dass sich verschiedene Unternehmen oder Selbstständige zusammenschließen, um in erster Linie beim Einkauf von Waren, Materialien und zum Teil auch Dienstleistungen einen besseren Preis zu erhalten, als wenn die verschiedenen Firmen eigenständig und alleine am Markt auftreten. In unserem Beitrag erfahren Sie, was die Einkaufsgemeinschaft ist und wie sich deren Historie darstellt. Ferner gehen wir auf die Ziele sowie Aufgaben von Einkaufsgenossenschaften ein und betrachten uns die Vorteile solcher Kooperationen.

Wo handelt es sich bei der Einkaufsgenossenschaft?

Die Einkaufsgenossenschaft ist eine Kooperation, also ein Zusammenschluss mehrerer Unternehmen. Dieser dient einem bestimmten Zweck, nämlich eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wenn es um die Beschaffung von Gütern oder Dienstleistungen geht. Insbesondere im Bereich mittelständischer Unternehmen finden sich solche Kooperationen relativ häufig, da der Synergieeffekt durch reduzierte Einkaufspreise dort am größten ist.

Die niedrigeren Preise erreichen die entsprechenden Zusammenschlüsse insbesondere dadurch, dass eine insgesamt höhere Nachfrage besteht bzw. diese gebündelt wird. Dadurch sind die entsprechenden Anbieter und Verkäufer dazu bereit, auf Waren oder Dienstleistungen Preisnachlässe zu geben. Mit der Qualität hat die Einkaufsgenossenschaft allerdings nicht zu tun, denn es geht lediglich darum, größere Warenmengen zu einem niedrigeren Preis zu erhalten.

Die Geschichte der Einkaufsgenossenschaft

Die Geschichte der Einkaufsgenossenschaften reicht zurück bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Zur damaligen Zeit gab es eine aufkommende Konkurrenz im Genossenschaftsbereich sowie durch Kaufhäuser, die den mittelständischen Handelsbetrieben zu schaffen machten. Damit diese kleineren und mittelständischen Unternehmen dennoch weiter am Markt bestehen konnten, organisierten sie sich durch Zusammenschlüssel zu Einkaufsgemeinschaften und Einkaufsgenossenschaften. Da die entsprechenden Zusammenschlüsse häufig von den Mitgliedern des Unternehmens getragen wurden, handelte es sich in aller Regel um Einkaufsgenossenschaften. Gegen Ende der 1910er Jahre gab es die Einkaufsgemeinschaften dann auch in anderen Rechtsformen.

Was sind die Ziele und Aufgaben der Einkaufsgenossenschaft?

In der Praxis werden die zwei Begriffe Einkaufsgenossenschaft und Einkaufsgemeinschaft in der Regel synonym verwendet. Das wesentliche Ziel solcher Zusammenschlüsse besteht darin, Synergieeffekte im Bereich der Beschaffung zu generieren. Das Hauptziel ist in dem Zusammenhang, dass Waren und manchmal auch Dienstleistungen günstiger eingekauft werden können. Daraus leitet sich auch die wesentliche Eigenschaft von Einkaufsgemeinschaften ab, nämlich die entsprechenden Anbieter von Gütern, Material und Dienstleistungen dazu bewegen, durch eine Nachfragebündelung einen günstigeren Preis zu offerieren.

Einkaufsgemeinschaften in der Praxis: Unterschiedliche Bezeichnungen

In der Praxis tauchen mittlerweile eine Reihe von Bezeichnungen auf, die der großen Gruppe der Einkaufsgemeinschaften zugehören. Dazu gehören beispielsweise:

  • Integriertes Handelssystem
  • Einkaufskontor
  • Einkaufsverband
  • Handelskooperation
  • Einkaufsgesellschaft

Hinter all diesen unterschiedlich klingenden Konstruktionen verbirgt sich in der Regel eine Einkaufsgemeinschaft, häufig auch heute noch eine Einkaufsgenossenschaft.

Welche Vorteile haben Einkaufsgemeinschaften?

Einkaufsgemeinschaften in Form der Einkaufsgenossenschaften und anderer Rechtskonstruktionen haben eine Reihe von Vorteilen, insbesondere gegenüber des alleinigen Auftretens einzelner Unternehmen. Ein wesentlicher Vorteil besteht in der größeren Marktmacht, über die der Zusammenschluss naturgemäß verfügt. Aus dem Grund sind Einkaufsgenossenschaften fast immer dazu in der Lage, bei Preisverhandlungen mit Lieferanten günstigere Konditionen vereinbaren zu können. Exakt aus diesem Grund finden sich solche Einkaufsgemeinschaften vor allem bei kleineren und mittelständischen Unternehmen, da Großunternehmen ohnehin bereits eine umfangreichere Marktposition besitzen.

Ein weiterer Vorteil der Einkaufsgemeinschaften besteht darin, dass sich entsprechenden Mitarbeiter zentral um den Einkauf kümmern können. Es muss also nicht in jedem der kooperierenden Unternehmen eine Abteilung für den Einkauf gegründet oder vergrößert werden, was wiederum Synergie-Effekte schafft. Es werden in der Summe weniger Mitarbeiter benötigt, was zu einer Kostenersparnis führt. Daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil, nämlich dass die entsprechenden Mitarbeiter oft fachlich alleine durch ihre Tätigkeit gut qualifiziert sind, sodass die Chance noch einmal etwas größer ist, besonders günstige Preise beim Einkauf zu erzielen.

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