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Sortimentsbreite

In der Praxis gibt es zahlreiche Verbraucher, die zum Beispiel den Supermarkt oder das Kaufhaus danach auswählen, wie groß die Sortimentsbreite ist. In der Regel verbindet man die Breite des Sortiments damit, dass es bestimmte Warengruppen in einer großen Vielfalt gibt und Kunden vor allem ganz unterschiedliche Produkte in einem Geschäft kaufen können. Doch was bedeutet dies Sortimentsbreite eigentlich im Detail, welche Sortimentsarten gibt es und was ist der Unterschied zur Sortimentstiefe?

Welche Sortimentsarten existieren?

Wenn man das Sortiment eines Geschäftes im Detail benennen möchte, dann greift man in der Regel auf die sogenannten Sortimentsarten zurück. In der Praxis gibt es insbesondere die folgenden vier unterschiedlichen Sortimente, in die Anbieter mit ihren Waren eingruppiert werden, wenn es um den Umfang des entsprechenden Warenangebotes geht:

  • Tiefes Sortiment
  • Flaches Sortiment
  • Breites Sortiment
  • Schmales Sortiment

Ein tiefes Sortiment ist dadurch gekennzeichnet, dass es sehr viele Produkte aus mehreren Warengruppen gibt. Es existieren also nicht besonders viele unterschiedliche Produktarten, sondern innerhalb weniger Produktarten sind sehr viele im Detail voneinander abweichende Produkte, meist verschiedener Hersteller, vertreten. Ein typisches Beispiel für Geschäfte mit einem tiefen Sortiment sind vor allem Fachgeschäfte, wie zum Beispiel Optiker.

Das Gegenteil des tiefen Sortiments ist das flache Sortiment. Dies ist dadurch gekennzeichnet, dass es innerhalb der jeweiligen Produktgruppen nur relativ wenige unterschiedliche Waren gibt. Ein klassisches Beispiel für Geschäfte mit einem flachen Sortiment sind zum Beispiel Zeitschriftenläden, denn dort gibt es mit Zeitschriften, Süßigkeiten und einigen weiteren Artikeln nur relativ wenige Waren innerhalb der jeweiligen Warengruppe.

Ein breites Sortiment ist, wie der Name erkennen lässt, dadurch gekennzeichnet, dass es zahlreiche unterschiedliche Produktarten gibt. Das beste Beispiel für ein breites Sortiment sind vor allem Warenhäuser, Kaufhäuser und auch große Lebensmittelgeschäfte. Demgegenüber steht ein schmales Sortiment, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass nur wenige Warenarten vorhanden sind. Hier sind ebenfalls die Fach- und Spezialgeschäfte ein gutes Beispiel, wie zum Beispiel ein Geschäft für Herrenbekleidung.

Unterschied zwischen Sortimentsbreite und Sortimentstiefe

In der Praxis werden die zwei Begriffe Sortimentsbreite und Sortimentstiefe zwar oftmals synonym verwendet, jedoch gibt es durchaus von der Definition her einen Unterschied zwischen den zwei Begriffe. Wenn von einer Sortimentstiefe gesprochen wird, dann ist damit die Anzahl der unterschiedlichen Artikel innerhalb einer bestimmten Produktgruppe gemeint. Eine Bäckerei zum Beispiel hat oft ein sehr tiefes Sortiment, da zum Beispiel 30 unterschiedliche Brotarten angeboten werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bäckerei auch ein sehr eine sehr große Sortimentsbreite hat. Das wäre nur der Fall, wenn sie zum Beispiel neben den Broten auch Brötchen, verschiedene Kuchen, Brezel und sonstige Produktarten im Angebot hat.

Was sind die Vor- und Nachteile der Sortimentsbreite?

Es gibt durchaus Vor- und Nachteile, die mit einer großen Sortimentsbreite verbunden sind. Der wohl größte Vorteil ist der sogenannte Cross-Selling Effekt. Wer zum Beispiel in einem Kaufhaus ein neues Hemd kaufen möchte, der findet aufgrund der Sortimentsbreite oftmals zusätzlich die passende Hose, Socken und vielleicht auch noch Schuhe. Hinzu kommen aber oft noch andere Artikel, die vielleicht ebenfalls zusätzlich benötigt werden, wie zum Beispiel ein neues Smartphone oder ein Porzellangeschirr. Der Vorteil eines breiten Sortiments ist demnach vor allem, dass die Kunden besser gebunden werden können, weil sie nicht verschiedene Geschäfte für unterschiedliche Produkte aufsuchen müssen.

Der Nachteil eines breiten Sortiments besteht vor allem darin, dass dort oft wenig Spezialisierung vorhanden ist. Möchte der Kunde also beispielsweise ein ganz spezielles Smartphone kaufen, muss er dafür wahrscheinlich einen Fachmarkt für Medienartikel aussuchen, da im Kaufhaus nur wenige Smartphone zur Auswahl angeboten werden. Diese jeweiligen Vor- und Nachteile dominieren im Prinzip auch die Entscheidung, ob man als Anbieter weder ein breites oder spezielleres Sortiment offerieren möchte.

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