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Stagnation

Die Wirtschaft verläuft aus Sicht der Politiker und Experten optimal, wenn es ein Wachstum gibt. Die Konjunktur allerdings verläuft meistens in mehreren Phasen, zu denen neben dem Wachstum auch ein Abschwung sowie häufiger eine sogenannte Stagnation zählen. In unserem Beitrag gehen wir zunächst darauf ein, worum es sich bei einer Stagnation handelt. Ferner erläutern wir, was die Gründe für eine Stagnation sein können, auf welche Wirtschaftsentwicklungen diese in der Regel folgt und auf welche Weise zum Beispiel die Zentralbank versucht, der Stagnation entgegenzuwirken.

Worum handelt es sich bei der Stagnation?

Genau wie andere Konjunkturphasen handelt es sich bei der Stagnation um einen bestimmten Zeitraum innerhalb der Wirtschaftsentwicklung. Dieser Zeitraum ist dadurch geprägt, dass die konjunkturelle Entwicklung stockt. Das bedeutet, dass mit der Stagnation eine Phase gemeint ist, in der es weder einen (deutlich) Abschwung noch einen größeren Wirtschaftsaufschwung gibt. Stattdessen bleibt die wirtschaftliche Entwicklung zum Beispiel auf dem Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus wird der Begriff der Stagnation dann verwendet, wenn diekonjunkturelle Entwicklung unter ihren eigenen Möglichkeiten zurückbleibt.

Was ist die Stagnationskrise?

Normalerweise nimmt die Stagnation meistens einen Zeitraum zwischen ein bis zwei Jahren ein. Kommt es allerdings zu einer relativ lange anhaltenden Stagnation, wird diese in einer Regel als Stagnationskrise bezeichnet. In dem Fall sind insbesondere die zuständigen Zentralbanken dazu angehalten, etwas gegen den Stillstand in der Wirtschaft zu unternehmen.

Wann gibt es in der Wirtschaft eine Stagnation?

Oftmals folgt die konjunkturelle Entwicklung bestimmten Phasen. Zu Beginn gibt es häufig einen leichten Aufschwung, der im nächsten Schritt in einem deutlicheren, konjunkturellen Wachstum mündet. Meistens folgt die Stagnation dann, wenn sich ein sogenanntes Plateau gebildet hat. In aller Regel ist die nächste konjunkturelle Phase nach der Stagnation ein leichter Abschwung, wenn die getroffenen Gegenmaßnahmen nicht rechtzeitig wirken. Manchmal tritt die Stagnation allerdings auch in einer Phase des Aufschwungs auf, wenn dieser aus verschiedenen Gründen gebremst wird.

Welche Maßnahmen werden bei der Stagnation getroffen?

Ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Bekämpfung einer Stagnation getroffen werden, hängt in erster Linie davon ab, wie lange diese bereits anhält. Normalerweise werden innerhalb eines Jahres keine größeren Aktionen durchgeführt, weil die Stagnation durchaus zum konjunkturellen Zyklus dazu gehört. Sollte der Stillstand allerdings länger als ein Jahr andauern, greifen insbesondere die Zentralbanken meistens zu einem oder mehreren der folgenden Mittel:

  • Senkung der Leitzinsen
  • Anleihekäufe durch die Zentralbanken
  • Offenmarktgeschäfte

Diese Maßnahmen sollen dazu dienen, die Wirtschaft anzukurbeln, indem zum Beispiel Kredite günstiger werden und Anreiz für Investitionen geschaffen werden. Die Politik kann solche Aktionen unterstützen, indem zum Beispiel spezielle Konjunkturprogramme geschaffen oder ausgeweitet werden.

Welche Auswirkungen hat die Stagnation?

Insbesondere eine mittel- oder sogar langfristige Stagnation kann durchaus negative Auswirkungen haben. Zwar gibt es keine Depression, also keinen deutlichen Abschwung bei der Wirtschaftsentwicklung. Auf der anderen Seite muss eine gesunde Wirtschaft jedoch wachsen, sodass auch die Stagnation nicht erwünscht ist. Mögliche Auswirkungen bestehen zum Beispiel darin, dass die Arbeitslosenquote steigt, weil manche Unternehmen nicht mehr notwendigen Gewinne erzielen können. Darüber hinaus wird eventuell weniger konsumiert, was im nächsten Schritt zur Ausweitung der Stagnation beitragen kann. Ferner tätigen Unternehmen normalerweise vorbei Gewinnen Investitionen, sodass eine Stagnation durchaus zum sogenannten Investitionsstau führen kann.

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