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Swap

Im Finanzbereich gibt es einige Produkte, die oftmals nur Experten und erfahrenen Tradern geläufig sind. Dazu gehören sicherlich für die weitaus meisten Anleger die sogenannten Swaps. Gemeint sind damit spezielle Finanzprodukte, bei denen es um einen Tausch geht. In unserem Beitrag erfahren Sie, worum es sich bei einem Swap handelt. Ferner gehen wir auf den Sinn und Zweck dieser Finanzprodukte ein, wie Swaps funktionieren und wir erläutern kurz die wichtigsten Varianten dieser Finanzinstrumente.

Was ist ein Swap?

Zunächst einmal handelt es sich bei einem Swap um einen Vertrag. Dieser wird von zwei Parteien abgeschlossen und beinhaltet gegenseitige Verpflichtungen. Die Hauptverpflichtung besteht darin, dass Vermögenswerte mit dem Hintergrund getauscht werden, einen Gewinn generieren zu können. Dabei werden die entsprechenden Vermögenswerte allerdings selten tatsächlich physisch getauscht, sondern stattdessen findet ein Ausgleich von Zahlungsströmen statt. Auf diese Art und Weise ist es möglich, mittels Swaps nahezu alle vorstellbaren Zahlungsströme zu tauschen.

Worin bestehen Sinn und Zweck der Swaps?

Der wesentliche Sinn und Zweck der Swaps als Finanzinstrumente ist es, dass die teilnehmenden Parteien Vorteile in den folgenden Bereich realisieren können:

  • Finanzierung
  • Rentabilität des Finanzgeschäfts
  • Zinssätze

In den meisten Fällen werden Swaps angewendet, um einen bestimmten Risikoschutz zu haben. Dabei ist es kennzeichnend für diese Finanzinstrumente, dass sie sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse und Erfordernisse der beiden Parteien angepasst werden können. Deswegen ist es auch nur schwer möglich, die entsprechenden Swaps in bestimmte Standards einzuordnen. Der Hauptzweck besteht für den meisten Anleger bei einem Swap darin, auf Grundlage der bestehenden Zahlungsverpflichtungen einen Gewinn zu generieren. Dieser kann zum Beispiel darin bestehen, dass Kosten für eine Finanzierung reduziert werden oder auch eine Absicherung gegen die unvorteilhafte Entwicklung von Wechselkursen besteht. Die Gefahr von Zinsschwankungen werden ebenfalls häufig mittels der Swaps verringert.

Wie funktionieren Swaps?

Die Funktionsweise der Swaps ist relativ einfach verständlich, weil es sich eben um einen aus dem Alltag in anderen Bereichen bekannten Tausch handelt. Das bedeutet, dass die eine Partei etwas hat, was die andere Partei gerne haben möchte und umgekehrt. Trotzdem die Funktionsweise und der Vorgang an sich relativ einfach sind, handelt es sich dennoch auf der anderen Seite bei den Swaps oft um vergleichsweise komplexe Finanzinstrumente. Das wiederum hat die Auswirkung, dass gewöhnliche Privatanleger oder Anfänger im Bereich Trading selten mit diesen Finanzinstrumenten konfrontiert werden. Stattdessen finden die Swaps meistens im Rahmen von Strategien ihre Anwendung, wie zum Beispiel von institutionellen Investoren, Großunternehmen oder Banken, von denen sie in die Tat umgesetzt werden.

Die wichtigsten Swaps im Überblick

An den Märkten gibt es unterschiedliche Swaps, die sich danach Gruppen einteilen lassen, welche Art von Vermögenswerten in den Tausch mit einbezogen werden. Auf dieser Grundlage differenziert man in erster Linie zwischen den folgenden Finanzinstrumenten aus dem Bereich der Swaps:

  • Zinsswaps
  • Währungsswaps
  • Indexswaps
  • Kreditausfallswaps
  • Rohstoffswaps

Zu den bekanntesten Swaps zählen definitiv die Zinsswaps. Diese werden in aller Regel genutzt, um sich gegen das Risiko von Zinsänderungen bei einem variablen Zinssatz abzusichern. Dadurch wird der variable Zinssatz in gewissem Sinne in einem Fixzins umgewandelt, weil eben das Risiko der Zinsänderungen ausgeschaltet wird.

Ebenfalls relativ häufig werden neben den Zinsswaps auch die sogenannten Währungsswaps in Anspruch genommen. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Vertrag, innerhalb dessen die zwei beteiligten Parteien festlegen, sowohl Kapital- als auch Zinszahlungen zu tauschen. Die Besonderheit besteht beim Währungsswap darin, dass der jeweilige Tausch in den zwei unterschiedlichen Währungen erfolgt.

Die Funktionsweise der sogenannten Indexswaps ähnelt in größerem Umfang denen der Zinsswaps. Der wesentliche Unterschied ist lediglich, dass bei einem Indexswap eine Bindung an die Entwicklung eines festgelegten Index besteht, meistens in Form eines Aktienindex. Inhalt solcher Indexswaps ist meistens, dass die eine Partei die Verpflichtung eingeht, die Erträge des zu Grunde liegenden Aktienindex zu überweisen. Die zweite Partei verpflichtet sich im Gegenzug dazu, die Zahlungen auf Basis eines variablen Zinssatzes und auf Grundlage eines ebenfalls festgelegt Betrages vorzunehmen.

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