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Bonuszertifikat

Am Finanzmarkt gibt es zahlreiche Anlageformen, für die sich Kunden entscheiden können. Besonders groß ist die Auswahl bei den Schuldverschreibungen, zu denen nicht nur Anleihen, sondern beispielsweise ebenfalls Zertifikate zählen. Bei Zertifikaten wiederum gibt es zahlreiche Varianten, wie zum Beispiel Knock-out Zertifikate oder das Bonuszertifikat. Mit diesem möchten wir uns im Folgenden näher beschäftigen. Sie erfahren, worum es sich bei einem Bonuszertifikat handelt und was dieses auszeichnet. Ferner gehen wir darauf ein, welche Bedeutung die Bonusschwelle hat, für wen sich Bonuszertifikate lohnen und was Sie sonst noch zu diesem Thema wissen sollten.

Was ist ein Bonuszertifikat?

Zunächst einmal handelt es sich beim Bonuszertifikat wie bei allen Zertifikaten um eine Schuldverschreibung. Das bedeutet, dass Sie mit dem Erwerb des Zertifikates Gläubiger gegenüber dem Emittenten werden. Die Besonderheit und wesentliche Eigenschaft besteht beim Bonuszertifikat – auch gegenüber anderen Zertifikatstypen – darin, dass am Ende der Laufzeit ein Bonus an den Inhaber gezahlt wird. Dieser steht bereits im Vorfeld fest. Allerdings findet die Auszahlung dieses Bonus nur unter der Voraussetzung statt, dass der Kurs des Basiswertes während der gesamten Laufzeit des Zertifikates eine bestimmte Schwelle nicht überschreitet bzw. tangiert. Der Vorteil ist, dass bei deutlich steigenden Kurse des Basiswertes der Inhaber der Bonuszertifikate diese Entwicklung 1:1 mitmacht, auch wenn die Kurse über den Bonuslevel hinausgehen.

Welche Szenarien gibt es beim Bonuszertifikat?

Beim Bonuszertifikat gibt es mehrere Szenarien, die den Wert der Schuldverschreibung am Laufzeitende betreffen können. Abhängig ist der Eintritt des jeweiligen Szenarios davon, wie der Kurs des Basiswertes am Laufzeitende notiert und wie er sich während der gesamten Laufzeit verhalten hat. Dementsprechend sind es die folgenden Szenarien, die es am Ende beim Bonuszertifikat geben kann:

  1. Kurs des Basiswertes ist (leicht) gesunken, hat die Kursschwelle jedoch nicht unterschritten oder berührt: Bonus wird ausgezahlt
  2. Kurs des Basiswertes ist deutlich gesunken und hat die Barriere berührt oder unterschritten: Bonus verfällt
  3. Kurs des Basiswertes liegt oberhalb der Bonusschwelle am Ende der Laufzeit, der Kurs hat die Barriere nie berührt oder unterschritten: Bonus wird ausgezahlt und Inhaber profitiert zudem von weiteren Kursgewinnen

 
Das 3. Szenario ist sicherlich für den Inhaber ideal, denn er erhält zum einen den vereinbarten Bonus und zum anderen nimmt er an zusätzlichen Kursgewinnen im Verhältnis 1:1 teil.

Für welche Anleger sind Bonuszertifikate geeignet?

Bonuszertifikate besitzen eine gewisse Risikoabsicherung und Anleger haben auch bei Seitwärtsbewegungen am Markt die Möglichkeit, einen Gewinn zu erzielen. Dementsprechend sind es sicherheits- und ertragsorientierte Anleger, für die solche Zertifikate interessant sind. Insbesondere aufgrund des Sicherheitspuffers ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein gewisser Mindestertrag in Form des Bonus am Laufzeitende vereinnahmt werden kann. Darüber hinaus sind Bonuszertifikate nicht zu riskant wie Knock-out Zertifikate, da beim Unterschreiten der Schwelle lediglich der Bonus entfällt, das Zertifikat als solches jedoch nicht wertlos wird.

Welches Risiko beinhaltet ein Bonuszertifikat?

Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen der zahlreichen Zertifikate am Markt stellt sich auch beim Bonuszertifikat die Frage, mit welchem Risiko das Investment verbunden ist. Das Risiko ist natürlich, dass der Kurs des Basiswertes, beispielsweise der Aktie oder eines Index, fällt. Fallende Kurse sind zunächst kein Problem, sondern erst dann, wenn die festgelegte Barriere dadurch mindestens einmal verletzt wird. Dann ist die sogenannte Teilschutzfunktion des Zertifikates hinfällig, die sich jedoch nur auf den Bonus und nicht auf das investierte Geld des Kunden bezieht. Stattdessen beläuft sich das Risiko anschließend auf Kursverluste, denn ab diesem Zeitpunkt macht das Bonuszertifikat alle Kursbewegungen des Asset 1:1 mit. Im schlimmsten Fall kann allerdings auch das Bonuszertifikat nahezu wertlos werden, wenn zum Beispiel die zu Grunde liegende Aktiengesellschaft als Basiswert insolvent werden sollte.

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