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Kaufkraft

Den Begriff der Kaufkraft haben die meisten Verbraucher in Deutschland bereits gehört. Oftmals ist aber nicht bekannt, was sich dahinter in der Wirtschaftstheorie und zum Teil in der Praxis im Detail verbirgt. Aus dem Grund erfahren Sie in unserem Beitrag zunächst, worum es sich bei der Kaufkraft per Definition eigentlich handelt. Ferner gehen wir darauf ein, warum die Kaufkraft von großer Bedeutung ist, wie Sie die Kaufkraft berechnen können und worum es sich beim sogenannten Kaufkraftindex handelt.

Worum handelt es sich bei der Kaufkraft?

Die Kaufkraft ist eine volkswirtschaftliche Größe. Diese gibt an, welches Volumen an Gütern oder Dienstleistungen die Wirtschaftsteilnehmer mit einer bestimmten Geldeinheit erwerben können. Zu differenzieren ist die betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise der Kaufkraft. Hier lautet die Definition so, dass mit der Kaufkraft die Geldmenge von Privathaushalten oder anderen Wirtschaftsteilnehmern beschrieben wird, die für Konsumzwecke zur Verfügung steht.

Somit hat der Begriff der Kaufkraft zwei abweichende Bedeutungen, nämlich zum einen die volkswirtschaftliche und zum anderen die betriebswirtschaftliche Definition. In der Praxis wird meist die volkswirtschaftliche Definition verwendet. Daraus folgt, dass eine Auswirkung veränderter Preise darin besteht, dass sich die Kaufkraft der Menschen entweder erhöht oder sie sinkt. Die zweite Definition wird oft mit dem Einkommen gleichgesetzt, weil dieses zu einem bestimmten Teil verfügbar ist, um zu konsumieren.

Warum ist die Kaufkraft von großer Bedeutung?

Grundsätzlich ist die Kaufkraft natürlich von großer Bedeutung, denn sie bestimmt, welches Volumen an Waren oder Dienstleistungen Sie mit Ihrem Einkommen in Anspruch nehmen können. Allerdings ist zu beachten, dass es innerhalb des Landes zum Teil große Unterschiede regionaler Natur gibt, was die Kaufkraft in dem entsprechenden Gebiet angeht. So existieren hierzulande zum Teil Unterschiede hinsichtlich der Kaufkraft zwischen verschiedenen Regionen von über 30 Prozent. Dies merken Sie zum Beispiel, wenn Sie aus den östlichen Teilen des Landes aus einer der ländlichen Region in Metropolen wie München oder Berlin ziehen.

In den Großstädten verliert die Kaufkraft meistens deutlich gegenüber ländlichen Regionen, da die Preise in den Metropolen insbesondere Mietbereich, aber auch bei anderen Produkten, überproportional hoch sind. Für die Gesamtwirtschaft ist die Kaufkraft deshalb ein wichtiger Faktor, weil deren Entwicklung mit bestimmt, ob Preise oder Produkte seitens der Unternehmen angepasst werden müssen. Immerhin ist es das Ziel der meisten Firmen, möglichst viele Verbraucher als Kunden zu erreichen. Darüber hinaus ist es mittels des noch zu erläuternden Kaufkraftindex möglich, Unterschiede im Hinblick auf Wohlstand zwischen den einzelnen Regionen des Landes und auch der Welt aufzuzeigen.

Wie lässt sich die Kaufkraft berechnen?

Die Berechnung der Kaufkraft ist nicht simpel, sodass es für Verbraucher weder leicht noch notwendig ist, diesen Schritt durchzuführen. Die Experten wissen natürlich, welche Daten und Zahlen zum Ermitteln der Kaufkraft notwendig sind. Ein wichtiger Bestandteil für die Berechnung ist das Preisniveau. Dieses wiederum kennzeichnet, welches Volumen an Geldeinheiten innerhalb eines Landes für einen fest definierten Warenkorb an Gütern und Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich zur Berechnung unter anderem die Maßgabe, dass die Kaufkraft bei steigendem Preisniveau auf Grundlage der folgenden Formel absinkt:

Kaufkraft = 1/Preisniveau

Das Preisniveau wiederum muss ebenfalls anhand einer Formel berechnet werden, die lautet:

(Altes Preisniveau / Neues Preisniveau x 100) − 100

Wenn man also einmal davon ausgeht, dass sich beim Preisniveau innerhalb einer fest definierten Zeit eine Erhöhung von 10 Prozent zeigt, würde der Geldwert in diesem Fall auf 90,9 Prozent sinken.

Worum handelt es sich beim Kaufkraftindex?

Eine wichtige Grundlage für den Kaufpreisindex und dessen Sinnhaftigkeit ist, dass die Kaufkraft nicht in allen Teilen des Landes und schon gar nicht international überall identisch ist. Daher dient der Kaufpreis in erster Linie dazu, die Kaufkraft von Regionen oder Ländern miteinander zu vergleichen. Dabei geht der Kaufkraftindex davon aus, dass der Durchschnitt immer bei 100 liegt. Demzufolge bedeutet ein Kaufkraftindex von 105, dass in dieser Region die Kaufkraft überproportional groß ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Kaufpreisindex von beispielsweise 90 aussagt, dass die Kaufkraft in dieser Region relativ gering ausfällt.

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