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Konkurrierende Ziele

Bei Unternehmen gibt es stets bestimmte Ziele, die erreicht werden sollen. Die Vielzahl von Zielen kann allerdings das Problem beinhalten, dass einige sich zumindest in Teilen widersprechen bzw. entgegenstehen. Daher sollten die entsprechenden Manager oder Geschäftsführer zumindest die Bedeutung der sogenannten konkurrierenden Ziele kennen.

Welche Zielarten und Verbindungen existieren in Unternehmen?

Bevor wir konkret auf die konkurrierenden Ziele eingehen, möchten wir kurz erläutern, welche Zielverbindungen es prinzipiell in Unternehmen überhaupt geben kann. Hier wird normalerweise zwischen den folgenden drei Varianten unterschieden:

  • Komplementäre Ziele
  • Konkurrierende Ziele
  • Indifferente Ziele

Am positivsten sind die sogenannten komplementäre Ziele. Dabei handelt es sich nämlich um gesteckte Ziele, die sich positiv gegenseitig bedingen. Das bedeutet im Klartext, dass es zur Erreichung des Ziels 1 von größerer Bedeutung ist, ob und in welchem Umfang auch Ziel 2 erreicht werden kann. Somit haben beide Ziele in dem Sinne eine ergänzende Wirkung. Ein Praxisbeispiel ist, dass zum Beispiel zufriedene Kunden die Angebote des Unternehmens häufiger und kontinuierlich nutzen, was wiederum den Umsatz und im besten Fall auch den Gewinn steigert.

Auf die zweite große Gruppe der Zielverbindungen, nämlich die konkurrierenden Ziele, gehen wir anschließend noch näher ein. Die dritte Zielverbindung sind die indifferenten Ziele. Damit ist gemeint, dass sich verschiedene Ziele nicht untereinander bzw. gegenseitig beeinflussen, sodass es keinerlei Wechselwirkungen gibt. Die Ziele sind demzufolge voneinander völlig unabhängig. Ein Beispiel wäre, wenn ein Unternehmensziel darin besteht, die Kundenzufriedenheit zu steigern und das andere Ziel ist es, für die Mitarbeiter einen neuen Aufenthaltsraum einzurichten, damit diese in ihrer Pause mehr Möglichkeiten haben.

Was sind konkurrierende Ziele?

Bei konkurrierenden Zielen handelt es sich um zwei oder noch mehr Ziele, die innerhalb eines Unternehmens einen Widerspruch untereinander erzeugen. Das wiederum führt dazu, dass eins oder zwei der betroffenen Ziele nicht vollständig zu erreichen sind. Konkurrierende Ziele sind daher naturgemäß innerhalb eines Unternehmens nicht gerne gesehen, lassen sich aber schlichtweg häufig nicht vermeiden. Bei konkurrierenden Zielen ist es nahezu zwangsläufig so, dass ein Ziel in weitere Ferne rückt, wenn das Unternehmen dem anderen Ziel näher kommt. Somit stellen die konkurrierenden Ziele gleichsam das Gegenteil der zuvor erläuterten komplementären Ziele dar.

Was sind Beispiele für konkurrierende Ziele?

In der Praxis gibt es eine Reihe von Beispielen, bei welchen Zielen es sich innerhalb eines Unternehmens um konkurrierende Ziele handeln kann. Ein häufig genanntes Beispiel ist, das Unternehmen natürlich auf der einen Seite großes Interesse daran haben, besonders in wirtschaftlichen Konjunkturflauten Kosten zu reduzieren. Dies wird oftmals entweder durch Entlassungen von Mitarbeitern oder zumindest Kürzungen beim Gehalt erreicht, wenn kein Stellenabbau stattfinden soll.

Diesem Ziel steht als konkurrierendes Ziel unter anderem gegenüber, für eine möglichst hohe Zufriedenheit und auch Motivation der Angestellten zu sorgen. Auf einen Nenner gebracht beinhalten die konkurrierenden Ziele in dem Fall also zum einen die Kostenreduktion und zum anderen die Mitarbeiterzufriedenheit. Dieser Zielkonflikt lässt sich allerdings niemals lösen, denn das Unternehmen muss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz Kosten senken und entweder Gehälter kürzen oder Mitarbeiter entlassen, was natürlich kein betroffener Mitarbeiter gut finden wird.

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