Kapitaldienst

Kapitaldienst ist der Begriff für Verzinsung und Tilgung bei einem aufgenommenen Kredit. Er wird in der Investitionsberechnung wird verwendet. In verschiedenen Kategorien ist diese Berechnung geläufig:

  • Kostenrechnung: Der Kapitaldienst beinhaltet die kalkulatorischen Abschreibungen und kalkulatorischen Zinsen.
  • Investition: An dieser Stelle bezieht sich der Kapitaldienst auf den Anteil der Wiedergewinnung und den Zinsanteil.
  • Finanzierung: Der Kapitaldienst beinhaltet den Tilgungs- und Zinsanteil und alle weiteren Nebenkosten, die zum Kredit gehören.

Das Ergebnis dieser Kapitaldienstermittlung ist nur in statistischer Hinsicht wichtig, die Informationen sind nicht immer als realistisch zu bewerten. Darlehen sind typisch für den fallenden Kapitaldienst. Während der Laufzeit werden die Zins- und Tilgungsanteile geringer.

Die exakte Berechnung des Kapitaldienstes

Der Kreditnehmer muss vorerst alle angefallenen Kosten listen. Die Zinszahlungen sind entsprechend zu verteilen auf die Laufzeiten. Kurze Zusammenfassung:

  • Der Kapitaldienst beinhaltet alle Kreditkosten.
  • Kapitaldienst ist wichtig bei der Investitionsrechnung.
  • Die Gewinne einer Investition, die mit Fremdkapital beschafft wurde, müssen höher als der Kapitaldienst sein.

Zum Kapitaldienst gehören:

  • Zinsen,
  • Bankgebühren,
  • Vermittlungskosten zur Aufnahme des Darlehens,
  • Disagio, falls eine derartige Vereinbarung besteht.

Die Ermittlung des Kapitaldienstes sorgt für Informationen, ob das Unternehmen in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsleistungen aus den laufenden Einnahmen zu bestreiten. Die Faustformel sagt aus, dass die Kapitaldienstgrenze maximal bis zu 75 % ausgelastet sein kann. Die Auslastungsquote wird wie folgt bewertet:

Kapitaldienst Bewertung

Der Kapitaldienst ist nicht allein maßgebend, um die Bonität eines Unternehmens zu beweisen, sondern er ist Bestandteil der erforderlichen Überprüfungen, die der Darlehensgeber durchführt. Der Kapitaldienst sollte jedoch niemals die Kapitaldienstgrenze überschreiten, das erzeugt stets ein negatives Bild.

Unternehmensplanung

Für die Unternehmensplanung sind der tatsächliche Kapitaldienst und der maximal tragbare Kapitaldienst die Pfeiler. Die Beantwortung der Fragen, wie die langfristige Entwicklung bei Zinsänderungen kalkuliert werden soll bzw. ob eine Neuverschuldung letztendlich dem Unternehmen nutzt, hängen vom Kapitaldienst ab. Die Entwicklung und die Historie des Kapitaldienstes sind Bestandteile der Planungsgrundlage. Die frühe Risikoerkennung ist möglich, sodass Abhilfe geschaffen werden kann, bevor schwerwiegende Probleme auftauchen und die Existenz des Unternehmens gefährdet ist. Die Deckung des Kapitaldienstes muss aufgrund der Erträge gewährleistet sein, bei Privatleuten ist es das laufende Einkommen. Wenn ein Unternehmen exorbitant hohe Zins- und Tilgungskosten hat, kann für notwendige Anschaffungen oder Warenbevorratung kein Geld mehr ausgegeben werden. Die Laufzeiten der Darlehen haben Einfluss auf den Kapitaldienst und könnten eventuell verlängert oder verkürzt werden. Der Cashflow wird bei der Ermittlung des Kapitaldienstes berücksichtigt.

Zukünftig und nachhaltig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Unternehmer nicht nur aktuell, sondern auch in der Zukunft imstande sein muss, den Kapitaldienst zu leisten. Die Eigenschaft nachhaltig ist an dieser Stelle so zu verstehen, dass ausreichende Reserven erwirtschaftet werden müssen, um unvorhergesehene Ereignisse finanziell absichern zu können. Es können Verschlechterungen in Bezug auf Umsätze eintreten. Die Liquidität darf niemals infrage gestellt werden.

Kapitaldienst wichtig für den Kreditgeber

Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens müssen dargelegt werden, wozu auch die Ermittlung des Kapitaldienstes zählt. Die Bonität, gezielt auf das gesamte Unternehmen, wird exakt ermittelt. Der Kreditnehmer sieht den Kapitaldienst als Instrument an, um die Kreditwürdigkeit behalten zu können. Der Kapitaldienst kann auch gesondert in Projekten ermittelt werden, sodass der Kapitaldienst nur beim infrage kommenden Objekt berechnet wird. Bei variabel verzinsten Darlehen können Schwankungen auftreten, die bei der Berechnung des Kapitaldienstes erkennbar sind. Die Anpassung der veränderten Zinssätze ergibt ein anderes Ergebnis bei der Berechnung des Kapitaldienstes. Die Kapitaldienstfähigkeit beinhaltet, dass die finanziellen Verpflichtungen, die aufgrund der aufgenommenen Darlehen entstehen, ordnungsgemäß beglichen werden. Die Logik ist, dass je mehr Zahlungen des Kapitaldienstes berücksichtigt werden müssen, desto weniger Liquiditätsspielraum für den Unternehmer bleibt. Die Kapitaldienstgrenze ist teilweise der erweiterte Cashflow.