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Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt ist insbesondere Anlegern ein Begriff, denn dort gibt es zahlreiche Finanzprodukte, die für einen Geldanlage genutzt werden können. Fachlich korrekt wird allerdings nur dann vom Kapitalmarkt gesprochen, wenn es um mittel- oder langfristige Investments geht. Soll eine kurzfristige Anlage erfolgen, ist stattdessen der Geldmarkt zuständig.

Worum handelt es sich beim Kapitalmarkt?

Der Kapitalmarkt ist einer der Teile des gesamten Finanzmarktes. Seine wesentliche Aufgabe besteht darin, dass sowohl Unternehmen als auch Haushalte sowie der Staat die Möglichkeit haben, sich an diesem Markt mit mittel- bis langfristigen Kapital zu versorgen. Dies wiederum dient meistens der Finanzierung von Konsumausgaben oder Investitionen im gewerblichen Bereich. Unter dem Begriff Kapitalmarkt werden in dem Zusammenhang sämtliche Vorgänge und Institutionen zusammengefasst, die Kapitalgeber und Kapitalsuchende zusammenzuführen. Daher sind Angebot und Nachfrage ein wichtiges Merkmal des Kapitalmarktes.

Welche Funktionen hat der Kapitalmarkt?

Der Kapitalmarkt hat mehrere wichtige Funktionen, die in zu einem äußerst bedeutenden Markt machen. Dazu zählen insbesondere die folgenden Funktionen:

• Lenkungsfunktion
• Individualschutz
• Marktausgleichsfunktion
• Funktionsschutz

Die Lenkungsfunktion ist auch als Allocationfunktion bekannt. Dadurch soll insbesondere das Kapital dort investiert werden, wo die beste Rendite zu erzielen ist. Das sorgt für eine besonders produktive Verwendung des Kapitals.

Die Marktausgleichsfunktion ist die Kernfunktion des gesamten Kapitalmarktes. Sie hat die Aufgabe, für eine größtmögliche Übereinstimmung der zwei Größen Angebot und Nachfrage zu sorgen. Im Idealfall findet ein Marktausgleich statt, sodass weder einen Angebots- noch ein Nachfrageüberhang, beispielsweise nach Wertpapieren, besteht.

Der Funktionsschutz soll sicherstellen, dass der Teilnehmer am Markt genügend Informationen erhält, um seine Entscheidung auf einer guten Grundlage zu treffen. So gibt es beispielsweise bei Kapitalgesellschaften Informationspflichten, die am Kapitalmarkt definiert sind. Der Individualschutz beinhaltet, dass Investoren Schutz gegenüber anderen Marktteilnehmer erhalten, die einen Informationsvorteil haben.

Wie ist der Kapitalmarkt gegliedert?

Die Bezeichnung Finanzmarkt ist ein Oberbegriff für verschiedene Märkte, an denen insbesondere mit Wertpapieren und weiteren Finanzinstrumenten gehandelt wird. Der Kapitalmarkt wiederum ist nur ein Teilmarkt, denn der Finanzmarkt gliedert sich in die folgenden Märkte:

• Kredit- bzw. Devisenmarkt
• Geldmarkt
• Kapitalmarkt

An all diesen Märkten finden Angebot und Nachfrage nach bestimmten Finanzprodukten statt. Der Kapitalmarkt wiederum unterteilt sich noch einmal, und zwar in den organisierten und nicht organisierten Sektor.

Organisierter und nicht organisierter Kapitalmarkt im Unterschied

Innerhalb des Kapitalmarktes lässt sich zwischen dem organisierten und dem nicht organisierten Markt unterscheiden. Kennzeichnend für den organisierten Kapitalmarkt ist vor allem, dass hier staatliche und behördliche Kontrollen existieren und verschiedene Regularien von den Marktteilnehmern beachtet werden müssen. Somit gilt der organisierter Kapitalmarkt, zu dem beispielsweise Wertpapierbörsen zählen, als deutlich sicherer im Vergleich zum nicht organisierten Kapitalmarkt.

Der unorganisierte Kapitalmarkt ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen bzw. Haushalten gibt, ohne dass Banken oder auch Börsen einbezogen werden. In dem Zusammenhang fällt oftmals der Begriff des Grauen Kapitalmarktes. Der Name kommt deshalb zu Stande, weil weniger Vorschriften als beim sogenannten weißen Kapitalmarkt, dem organisierten Kapitalmarkt, zu beachten sind. Der schwarze Kapitalmarkt ist gesetzeswidrig, denn dort werden entweder unseriöse Finanzprodukte vertrieben oder es treten nicht seriöse Unternehmen auf, die beispielsweise ein sogenanntes Schneeballsystem betreiben.

Unterteilung des weißen Kapitalmarktes in Primär- und Sekundärmarkt

Der organisierte Kapitalmarkt, also der weiße Kapitalmarkt, lässt sich zum einen in den Primär- und zum anderen in den Sekundärmarkt einteilen, beispielsweise bei Aktien. Der Primärmarkt ist dadurch gekennzeichnet, dass dort Informationen über den Kapitalsuchenden sowie dessen angebotene Finanzierungsinstrumente gegeben werden. Anleger finden also beispielsweise wichtige Informationen am Primärmarkt, die dazu beitragen, sich für oder gegen ein Angebot zu entscheiden.

Der Sekundärmarkt ist schließlich der Markt, an dem die entsprechenden Wertpapiere tatsächlich gehandelt werden. Hier sind es in erster Linie die Wertpapierbörsen, die den Handelsort für den Sekundärmarkt darstellen.

Was wird am Kapitalmarkt gehandelt?

Es gibt eine Reihe von Finanzprodukten, die am Kapitalmarkt gehandelt werden. Dazu zählt insbesondere Wertpapiere, wie zum Beispiel:

• Aktien
• Anleihen
• Partizipationsscheine
• Fondsanteile

Insbesondere bei den Anleihen gibt es darüber hinaus noch eine Einteilung in zahlreiche verschiedene Varianten, die ebenfalls am Sekundärmarkt als Teil des Kapitalmarktes gehandelt werden können.

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