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Kritische Menge

Die kritische Menge ist eine wichtige Größe in der Betriebswirtschaft. Unternehmen bezeichnen diese oftmals auch als Break Even, denn ab diesem Zeitpunkt entscheidet sich, ob die eine oder andere Idee für die Produktionen mit geringeren Kosten verbunden ist.

Was ist die kritische Menge?

Die kritische Menge ist eine Produktionsmenge, bei der sich entscheidet, ob ein angedachtes Produktionsvolumen ausreicht, um Gewinne zu erzielen und sich gegen einen alternativen Produktionswegs durchzusetzen. Die meisten Unternehmen nutzen die kritische Menge im Zuge der Kostenvergleichsrechnung. Dann werden zwei unterschiedliche Investitionsvarianten verglichen, insbesondere im Hinblick auf die Fixkosten und die variablen Kosten, die entstehen.
Oftmals passiert es in der Praxis, dass eine Investitionsmöglichkeit zwar einerseits niedrigere Fixkosten, andererseits aber höhere variable Kosten verursacht. In diesem Fall kommt es auf die Produktionszeit an, ob dennoch mit dem Produkt ein Gewinn erzielt werden können oder nicht. Hier kommt wiederum die kritische Menge ins Spiel. Es handelt sich in dem Fall um die Menge an produzierten Gütern, bei der beide Investitionsmöglichkeiten die gleichen Kosten verursachen.

Was ist das Ziel der kritischen Menge?

Das Hauptziel der Berechnung der kritischen Menge besteht darin, dass die Kosten von zwei unterschiedlichen Investitionsformen bzw. Produktionsvarianten miteinander verglichen werden können. Nehmen wir einmal an, die angedachte Produktionsmenge würde die kritische Menge von produzierten Produkten unterschreiten. Unter dieser Voraussetzung entscheiden sich Unternehmen für gewöhnlich für die Investitionsmöglichkeit, die sich durch geringere Fixkosten auszeichnet. Ist die Produktionsmenge hingegen größer als die kritische Menge, wird in der Regel die Alternative mit den höheren variablen Kosten gewählt.

Wie berechnet sich die kritische Menge?

Die kritische Menge kann also für Unternehmen eine große Hilfe sein, um zwei unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten bezüglich der Produktion miteinander zu vergleichen. Um den Break Even zu berechnen, werden im ersten Schritt sowohl die fixen als auch die variablen Kosten der zwei Investitionsmöglichkeiten subtrahiert. Im zweiten Schritt wird der Unterschied bei den Fixkosten durch den Unterschied bei den variablen Kosten dividiert. Ferner muss darauf geachtet werden, dass stets die kleinere von der größeren Zahl abgezogen wird, damit kein negatives Ergebnis entsteht. Dies gilt sowohl für den jeweiligen Nenner als auch den Zähler im Bruch. Sinnvoll ist das Berechnen der kritischen Menge allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Entscheidung bezüglich der zwei Investitionsformen nicht umgehend getroffen werden muss.

Beispiel für die kritische Menge

Um den Sinn und Zweck der kritischen Menge zu verdeutlichen, möchten wir die Berechnung an einem Beispiel zeigen. Nehmen wir dazu an, dass sich der Hersteller eines Fahrrades entscheiden muss, mithilfe welcher Produktionslinie er die Bikes herstellen möchte. Die Produktionslinie A zeichnet sich dadurch aus, dass zwar eine volle Automatisierung besteht und zum einen deshalb höhere Fixkosten entstehen. Auf der anderen Seite sind die variablen Kosten niedriger. Bei der zweiten Produktionslinie sind die Fixkosten aufgrund einer Teilautomatisierung zwar niedriger, dafür entstehen jedoch höhere, variable Kosten. In diesem Fall wäre die kritische Menge die Anzahl an produzierten Fahrrädern, bei denen bei den zwei Produktionslinien die gleichen Kosten entstehen. Soll dann eine höhere Stückzahl als die kritische Menge produziert werden, wäre insgesamt die vollautomatisierte Produktionslinie günstiger.

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